BuGonTour
Eifel – 2 Tage Rundfahrt

19.07.23

Auf kleinen Straßen fahren wir zunächst über Meuspath Richtung Adenau und weiter an Hochacht und Jammelshofen vorbei zur Riedener Mühle. Etwas zu früh für eine Mittagspause und wir fahren nach kurzer Wasserpause weiter über Weibern nach Hannebach und über Wollscheid nach Niederzissen und vorbei am Laacher See nach Nickenich.

Dort sehe ich einen netten Biergarten und wir machen Kaffeepause. Der Gasthof „Hotel Burgklause“ ist nicht empfehlenswert, der Kaffee schmeckt nicht und die Bedienung ist eher lahm. Wir entscheiden nun von hier quasi direkt zur Mosel und weiter nach Boppard fahren.  Die Straßen sind schon herrlich und die Landschaft beeindruckend. Leider fängt es in Boppard an zu regnen und wir fahren leider im regnen und wir treten ohne Pause den Rückweg an. Als wir über den Kamm fahren endet das Schauer und wir halten an dem Lokal „Alter Moselgarten“ an. Wir werden vom Chef ziemlich frech und laut angeplafft, als ich eine Pommes bestellen möchte. Er sei keine Pommesbude…

Auf dem Rückweg fahren wir dann über Polch  zum Griesson-Kekse Werksverkauf. Ein kleiner Bummel durch den Kekesladen lohnt sich durchaus. Mit ein paar Leckereien fahren wir weiter nach Mayen zum Motorrad Mohr, Yamaha und Honda Händler. Nach einem Gang durch die Reihen der Hondas und Yamahas und einem freundlichem Gespräch mit dem Chef fahren wir  durch das Nettetal zurück nach Welcherath.

20.07.23

Unsere heutige Tour führt uns über Meuspath zur Tankstelle an der Döttinger Höhe. Bis Kempenich ist die Straße etwas langweilig aber dann wird es kurvig bis Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wir kommen dann in das Industriegebiet Ringen und besuchen den „neuen“ Laden von Wunderlich. Eine Kleinigkeit muss natürlich mitgenommen werden. Etwas weiter an der gleichen Straße hat Harribo seinen Sitz. Der sogenannte Harribo Factory Outlet ist leider zu teuer – als Werksverkauf war es noch günstig.

Wir möchten spontan noch einen Bekannten in Rheinbach besuchen, leider treffen wir ihn nicht an, finden dafür aber einen Eis-Werksverkauf, wo wir uns auch ein leckeres Eis gönnen.

Von dort fahren wir auf der langweiligen B über Euskirchen und fahren bei Kommern runter von der Bundesstraße und halten kurz auf dem Parkplatz des Freilichtmuseum Kommern. Einen Besuch des Museumsdorfes haben wir wegen der Motorradklamotten nicht durchgeführt, wir gönnen uns aber eine kurze Pause. Über Landstraße fahren wir dann weiter und kurz vor Strauch verlassen wir die L246 und biegen Richtung Rursee auf die L128 ab. Leider ist die Zufahrt an Wochenenden für Motorradfahrer verboten – aber heute ist Mittwoch und wir können die herrlichen Kurven und schöne Serpentinen runter zum Rursee genießen.

An einem Parkplatz halten wir kurz und haben einen wunderschönen Blick auf den See. Zwischendurch kriegen wir auch mit warum die Strecke am Wochenende gesperrt ist, einige Motorradfahrer versuchen sich an Geschwindigkeitsrekorden und fahren knieschleifend durch die Kurven.

Wir fahren weiter entlang des Sees und sind von den überfüllten Orten etwas enttäuscht – es sind ja auch schon Ferien. In Einruhr finden wir ein kleines Gasthaus am See und trinken einen Kaffee und eine Currywurst. Auf der Bundesstraße fahren wir dann Richtung Schleiden und entdecken eine Hinweistafel zur Ordensburg Vogelsang. Wir nehmen den Flyer mit, da diese Nazi-Ausbildungsstätte sicher einen längeren Besuch wert ist.

Weiter fahren wir nach Blankenheim und verlassen die B258 und finden herrliche kleine Straßen wie die Ripsdorfer Höhen und auch den einen erloschenen Vulkan – den Stromberg. Hier gibt es kaum Verkehr und wir haben Spaß an den Kurven und an herrliche Landschaften.

Am Abend gehen wir dann nach Nürburg und essen mal eine Pizza. Die Bedienung im Restaurant Mamma Mia Paddock ist total freundlich und die Pizza ist extrem lecker.

 

und am Freitag gehen wir wandern „von der Hohen Acht nach Welcherath

Ardennen – Vogesen und 2 Treffen

2.6.23

Schon früh stehe ich auf und fahre direkt nach dem Frühstück los, kleine Straßen sind angesagt und ich durchfahre die Truppenübungsplätze und komme über Schwarmstedt nach Neustadt und mache dann im Café Kurve Pause. Hier sitzen schon einige Motorradfahrer, ich hole mir einen Kaffee und einen Bremsklotz, Currywurst Pommes gibt es leider nicht. Aber der kleine Snack verleiht mir wieder Reserven für die Weiterfahrt. Am Edersee wollte ich eigentlich eine Kaffeepause einlegen, aber es ist nicht mehr weit bis zum Treffen „Openhouse“ bei SW-Motech.

Um kurz vor fünf komme ich an, eine kleine Umleitung führt mich zum Campingplatz. Ich sehe eine freie Stelle und fahre dort hin. Ich werde von einem Motorradpaar begrüßt, er fährt auch eine T7 und freut sich, dass ich neben ihnen mein Zelt aufbaue. Dann kommt Biketravelfood und fragt, ob er sich dazwischen stellen darf. Klar, da ist Platz genug.

Ich merke als mich Valle anspricht erst, dass ich mich im Campgroundbereich von Valleontour niedergelassen habe. Er fragt, ob alles ok sei, ich nicke und trinke mein Bier. Es kommen immer mehr und sie werden von Valle eingewiesen – es sind alles Follower und Friends. Ich gehe dann zum Ausstellungsbereich und schau mir die Band an, guter Rock und gehe bald müde ins Zelt.

3.6.23

Frühstück am Zelt ist was Herrliches, beim Rewe hatte ich mir schon am Vortag ein paar Brötchen mitgebracht, mein Kaffee ist schnell fertig und ich genieße den Start in den Morgen. Auch mein Nachbar sitzt vor dem Zelt, während viele sich auf den Weg zum Frühstück bei SW-Motech machen oder sich beim Rewe versorgen.  Ich gehe dann auch zum Ausstellungsbereich und schau mir die Stände an. Fast alle Motorradmarken sind vertreten, Honda, Kawasaki, Triumph, BMW, Yamaha, Harley Davidson und Indian. Die Enfields hatten wohl abgesagt, wie sich später herausstellte.

Auch die Motorradbekleidung von Rukka, Dane und Stadler wurden neben einigen anderen Zubehör und auch angeboten. Reiseanbieter in aller Herrenländer präsentieren ihre Leistung.  Auf der Bühne steht dann Erik Peters und ich höre ein höchst interessantes Interview mit ihm über seine Tour von Köln nach Kapstadt. Voller Emotion berichtet er von der Tour, von den Schwierigkeiten und Erlebnissen – toller Typ.

Gegen 14:00 Uhr treffe ich meinen alten Freund Jens, mit ihm gehe ich noch mal eine Runde durch die Ausstellung, trinken ein alkoholfreies Bier und tauschen uns über alte Zeiten aus. Auch treffe ich dann Regina, die ich schon ewig kenne aber nie getroffen habe und wir reden einige Zeit.

Am Abend wird der Türkei-Film von Valle gezeigt, er erinnert ein wenig an unsere Tour durch die Türkei. Die Bilder sind schon beeindruckend. Die Band hört sich auch gut an und so bleibe ich bis kurz nach 22 Uhr und gehe zum Zelt

4.6.23

Die Sonne brennt schon als ich vor dem Zelt mein Frühstück bereite. Ich gehe nochmal zum Ausstellungbereiches, muss aber feststellen doch schon alles gesehen zu haben. Ich baue dann das Zelt ab und fahre auf einem Schleichweg nach Rauschenberg hinein. Eine wunderschöne Fachwerkstadt, die sicher lohnend ist, zu besuchen. Mit Umwegen auf kleinen Landstraßen umfahre ich Marburg und bin Richtung Limburg unterwegs. Die Straßen sind frei und ich kann die Kurven auskosten. Dann muss ich doch ein Stück auf die Autobahn da die geplante Straße gesperrt ist. Bei der nächsten Gelegenheit fahre ich wieder runter und komme an Montabaur vorbei nach Hörr-Grenzhausen. Die kurvige Straße durch das kurze Fehrbachtal nach Vallendar macht Spaß. Am Rhein entlang hat der Verkehr deutlich zugenommen und auf der Rhein-Brücke wird’s teils ungemüdlich, alle sind im Stress.

Bei Ochtendung fahr ich von Autobahn ab und gönn mir bei einem kleinen Eis eine Pause, bevor die Fahrt über Mayen in Welcherath endet. Ich geh noch kurz zum Ring – das Rock am Ring ist im vollen Gange und entsprechend sehen die Campingplätze an den Hängen aus. Es gibt keine Restkarten mehr und ich gehe wieder zurück.

 

5.6.23

Nach dem Frühstück übernehme ich noch das Rasenmähen für meinen Schwiegervater und zu Belohnung gibts noch ein volles Mittagessen, bevor ich losfahre. Die Route geht entlang der B258, ich biege des Öfteren ab und nehme herrliche Kurven mit. Bald bin ich im hohen Venn angekommen. Seitlich wehen an den Wegen ins Venn rote Fahnen, hier besteht Brandgefahr und der Zutritt ist untersagt. Das Haus Terrnel, das regionale Zentrum für Umweltbildung und Nachhaltigkeit hat leider geschlossen, gerne hätte ich mich über das Venn informiert, selbst das Café hat geschlossen.

In Eupen kaufe ich im Supermarkt ein paar Sachen für den Abend ein und fahre zum Campingplatz. Mont Dragon. Ein richtig schöner Platz, der auch im kleinen Wald einige feste Plätze anbietet. Thomas empfängt mich freundlich und zeigt mir alles. Leider kann ich das Motorrad nicht mit in den Wald nehmen, deshalb entscheide ich mich für den Platz vor dem Wald. Das Zelt steht wieder mal schnell und ich genieße die anschließende Dusche. Danach durchstreife ich den Wald und gehe zum Fluss Vesdre runter. Hier sind einige Zelter, einige haben ihre Hängematte aufgehängt. Beim Abendbrot genieße ich noch das ein und andere Bier und natürlich die Ruhe auf dem Platz.

6.6.23

Ein Elend, mein Kocher hat seinen Geist aufgegeben, zuerst geht der Piezo nicht und ein Nachbar gibt mir ein Feuerzeug und plötzlich gab es eine Stichflamme und der Kocher war hin – es strömte nur noch Gas aus – also gibt es keinen Kaffee

Ich fahre nach Verviers zum Decathlon und suche mir einen neuen Kocher. Die Verkehrsführung ist schon ziemlich irreführend, doch ich find wieder aus der Stadt heraus und fahre nun zurück zur eigentlichen Route, die über Jalhay zum Mount Rigi führt. Auf dem Hügel ist ein Nobelhotel mit Restaurant und ich halte schon mal an. Ich gehe auf die Terrasse und bestelle nur einen Kaffee, den ersten an diesem Tag. Die Aussicht in die Landschaft ist wunderschön, der wird vom Hotel genutzt, um die etwas angehobenen Preise zu nehmen.

Ich fahre weiter auf die N676 nach Sourbrodt. Dort biege ich ab in das Tal des Bayehon, hier ist einmal der Wasserfall zu bewundern und die Mühle Bayehon. Der Wasserfall ist mit einer längeren Wanderung verbunden, deshalb fahre ich zur Mühle. Sie hat täglich geöffnet, nur nicht dienstags.  https://www.lemoulindubayehon.be/ Also nehme ich mir keine Pause und fahre vorbei an Malmedy bis nach Stavelot. Dort gibt es aber ein schönes Café, wo ich auch eine Kleinigkeit essen kann. Das historische Zentrum der Stadt steht unter Denkmalschutz und die prestigeträchtige Abtei ist als Außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie eingestuft. Wirklich ein schöner Ort und ich genieße den Kaffee und meinen Croque Monsieur.

Das nächste Ziel ist das Skigebiet Wanne und dann weiter nach Coo, hier stürzt der Fluss „Amel“ 15 Meter in die Tiefe und ist der größte natürlichen Wasserfall Belgiens. Hier schaue ich mir den Campingplatz an. Er ist sehr schön gelegen und direkt am Fluss. Der Ort selbst ist sehr touristisch unter anderem kann von hier aus auch gepaddelt werden.

Meine Strecke geht weiter über Aywaille und Hamoir, zwei weitere schöne Ort mit idyllischem Flair. Ich fahre nun durch Waldgebiet und entdecke auf der rechten Seite das Schild „U.S. Air Force Memorial“, elf Männer der US-Air Force haben an diesem Ort ihr Leben im 2. Weltkrieg gelassen. Ich halte kurz inne und nutze die kurze Pause zur Entspannung. Den dichten Wald verlasse ich dann und bin auf einem Höhenzug und kann weit in die Ebene schauen. Es ist etwas diesig aber dennoch richtig schön, warme Luft weht rüber.

Ich komme in La Roche an und halte am Parkplatz, wo neben dem Artillerie-Panzer ein wunderschöner Blick auf die Stadt und auf das Schloss geboten wird. Ein Paar mit Motorrädern halten an und wir reden ein paar Minuten. Am Kofferaufkleber erkenne ich, dass Kirsten aus Hildesheim und Frank aus Hamburg und ich einen gemeinsamen Freund aus Schleswig-Holstein haben, so klein ist die Welt und so wichtig sind Aufkleber.

Ich durchquere den Naturpark deux Ourthes, eine herrliche Wald- und Wiesenlandschaft und hoffe dann auch bald den geplanten Campingplatz Camping du Viadukt zu erreichen, doch der hat geschlossen, hohes Gras, heruntergekommene Campingwagen und ein geschlossenes Tor zeigen, dass hier schon länger nichts los ist. Also fahre ich weiter und bin bald in Luxemburg, wo ich am Camping Moulin bei Heiderscheidergrund einen schönen Platz am Fluss finde.

Sofort werde ich von meinen Nachbarn, einem Ehepaar aus Holland begrüßt. Ich stelle mein Zelt auf und fang gleich an meine Kartoffel und Gemüse zu schälen und beginne zu kochen. Mein Essen ist fast gar, da kommt ein Mann hinter mit einem Teller mit verschieden Gegrillten, Wurst, Steak, Schaschlik und bietet mir an: „Nimm was Du möchtest“. Da meine Portion Gemüse auch üppig ist nehme ich nur eine Wurst, die auch hervorragend zum Essen passt und bedanke mich. Später treffe ich den Motorradfahrer aus Wiesbaden wieder und bedanke mich nochmal. Auch der Holländer bietet mir einen Kaffee an, doch den lehn ich aufgrund der vorgerückten Stunde ab. Wir unterhalten uns eine ganze Weile über das Motorradfahren und Reisen und die Suse (ausgesprochen Schüss), ein Labrador läuft um uns herum.

Im Fluss steht ein Fliegenfischer und fängt in regelmäßigen Abständen auch einen Fisch. Leider verschwindet die Sonne hinter dem Hügel am anderen Flussufer und es wird frisch.

7.7.23

Das Zelt ist trocken eingepackt, ich frühstücke in Ruhe und verstaue anschließend alles. Ich treffe noch den Wiesbadener Motorradfahrer und wir reden eine Weile über das Motorradfahren. Ich verabschiede mich von Suse und meinen holländischen Nachbarn und fahre auf der N15 gen Süden.

Bei Ettelbrück umfahre ich die Stadt auf der Autobahn, verlasse diese aber wieder. Ich nutze die Autobahn nur zu Umfahrung der größeren Städte Mersch und auch Luxemburg. Ich fahre über die kaum spürbare Grenze zu Frankreich und halte bei einem Intermarche in Terville an, hier gibt es einen leckeren Schokocroissant und eine große Tasse Kaffee. Die Plätze im Schatten des Cafés sind rar und nun sitze ich neben einem Tisch mit vier Rauchern, egal Hauptsache Kaffee. Ich fahre dann auch weiter, komme durch kleine Dörfer u.a. durch Harprich. Auf fast jedem Dach befinden sich Storchennester, die Storchenpaare haben den Nachwuchs schon fast groß und füttern diese eifrig. Ich beobachte das Spektakel kurz und fahre dann in die leicht hügelige Ebene mit viel Ackerbau. Überall fahren Traktoren und mähen das Gras. Ich streife den Parc Naturell regional de Lorrain (Regionaler Naturpark Lothringen).

Die D993 ist fantastisch, herrliche Kurven folgen der nächsten. Leider stehen auch eine Menge Warntafeln für Motorradfahrer. Ein schwarzes Schild als Motorrad Silhouette zeigt die Anzahl der Unfälle von Motorradfahrern an, da schlucke ich natürlich etwas. In Schirmbeck kaufe ich noch etwas für den Abend ein und fahre ziemlich durchgeschwitzt weiter auf der D204 über Klingenthal nach Barr und komme durch wunderschöne Landschaft in Saint Pierre Bois an.

Hier habe ich den Campingplatz St. Gilles gefunden, ein kleiner Campingplatz auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes. Ich gehe zur Reception und Frau Meyer macht mir die Tür auf und sagt etwas barsch „bauen Sie Ihr Zelt irgendwo auf und kommen Sie wieder, wenn Sie fertig sind“. So machen wir es. Ich baue mein Zelt auf, zieh mich um und gehe nochmal zur Reception. Frau Meyer nimmt für den Platz 7,30€ und einen Zuschlag Tax von 22Cent, sie entschuldigt sich für die krumme Zahl und gibt mir passend zurück. Es gesellen sich noch einige Zelte und ein Wohnmobil dazu, dennoch ist es ruhig und angenehm. Auf dem Hof werden hausgemachtes Gelee, frische Eier und Produkte aus dem Garten angeboten, da ich aber alles habe muss ich verzichten. Frau Meyer bietet für 6€ auch noch ein Frühstück an, ein französisches Frühstück: Kaffee, Baguette mit Konfitüre, das habe ich alles dabei und lehne dankend ab.

Die Duschen sind in einem kleinen Gebäude, die WCs sind im Haupthaus im ehemaligen Stall untergebracht, alles alt aber sauber und funktional. Ich mag diese Art von Campingplätzen.

8.8.23

Die Nacht ist ruhig und ich wache spät auf, mein Zelt steht im Schatten und es ist noch lange kühl und leider ist das Zelt auch nass. Ich mach mein Frühstück und baue dann alles ab. Ich fahre los, winke den beiden Nachbarn noch zu und fahre nach Villé und beginne die Tour durch den Naturpark der Ballons des Vosges. Und die Route fängt schon gut an, ich durchfahre das Val d’ Argent, das Silbertal, ein reiner Kurvenspaß. Dann die D481 hoch, die leider an einer Straßensperrung endet – es macht auch Spaß die kurvenreiche Strecke wieder zurückzufahren.

In Sainte-Marie-aux-Mines ist eine Radveranstaltung und die Straßen im Innenbereich sind gesperrt. 1000 Radfahrer kommen mir entgegen und ich verirre mich in den Einbahnstraßen und Sperrungen. Doch dann bin ich durch und genieße die schönen Serpentinen durch den dichten Wald zum Col des Baganelles. Ich fahre die D148 weiter und sehe eine herrliche Landschaft zum Col du Calvaire, einer der Hochpunkte des nördlichen Teils der Route des Crêtes. Hier ist auch die Station der Downhill Biker, sie werden mit der Gondel samt Rad hochgefahren und sausen wieder bergab – sicher ein Heidenspaß.

Ab hier ist es die D48, die entlang des Lac Blanc nach Labaroche führt. Nun fängt es auch an zu regnen, die Straßen sind nass, aber es stört nicht weiter. An der Abbiegung zur D5 halte ich an einem deutschen Soldatenfriedhof an, auf dem Soldatenfriedhof Hohrod sind 2438 deutsche Soldaten aus dem 1. Weltkrieg begraben. Nach einer kurzen Pause fahre ich weiter und finde die Gedenkstätte Lingekopf. Le Linge ist einer der markanten Orte der Schlacht in den Hochvogesen während des Ersten Weltkriegs. Dort wurden Tote, Verwundete, Vermisste von fast 20.000 französischen und deutschen Soldaten gezählt. Noch heute kann man auf dem leicht zugänglichen Schlachtfeld das gut erhaltene deutsche Verteidigungssystem sehen. Mir fehlt aber die im Moment die Lust zu einem Rundgang und ich fahre weiter.

In Stosswihr wird der Regen wieder heftiger und ich halte in einem Café an, die freundliche Bedienung bringt mir ein super Kaffee und ein lecker Schoko-Croissant. Ich schau noch mal auf die Karte, da der Abzweig zu La Schlucht gesperrt ist und ich fahre dann weiter durch Münster auf der D27 durch Sondernach und dann auf die D430 zum Grand Ballon, der mit 1424 m höchste Berg der Vogesen. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Wintersportlern. Hier überlege ich kurz, ob ich noch mal das Zelt irgendwo aufbauen solle oder direkt zum Touratech-Treffen soll. Das Navi schlägt mir eine Route vor und ich folge dem.

Ich biege auf eine enge Straße, die sich talwärts im Wald herunter hangelt. Die Kurven sind eng und unübersichtlich, plötzlich steht ein Mercedes-Cabrio vor mir, ich bremse voll und weiche auf den schmalen Seitenstreifen aus. Der Fahrer hupt laut, hält aber nicht an, um sich zu entschuldigen. Nach dem Schreck fahre ich weiter runter und bin bald in der Rheinebene. Das Thermometer zeigt 29 °C und meine Tanknadel meldet sich. Ich erreiche aber noch die Grenze und tanke schließlich in der Nähe von Freiburg. Ich habe mittlerweile die Vermeidung von Mautstrecken herausgenommen und bin auch schnell in Niedereschach. Ich habe mir vorgenommen noch etwas einzukaufen, doch n Baden-Württemberg ist Fronleichnam ein Feiertag und alle Läden als auch die Tankstelle haben geschlossen. Ich fahre zurück nach Villingen zur größeren Tankstelle und kaufe ein paar Bier ein, mein Essensvorrat sollte noch reichen.

Bei Touratech angekommen, baue ich mein Zelt auf und trinke schon mal ein kühles Bier, die Duschen funktionieren auch schon. Mein Zeltnachbar meint es gäbe schon Getränke und Essenstände am Platz und ich mach mich nach dem Duschen auf, um mich dort zu verköstigen.

9.-10.6.23

De Campingplatz wird immer voller und ich gehe runter in die Stadt, um mir das Nötigste für das Wochenende einzukaufen. Um 12:00 beginnt das offizielle Treffen. Auch Gravel Travel ist vor Ort und ich begrüße natürlich auch als erstes meine Nachbarn. Ich gehe sofort in den 2. Wahlverkauf und erwische eines der letzten Topcases zum guten Preis. Das Programm ist super, Vorträge, Workshops und parallel die Aussteller. Ich treffe viele Freunde und Bekannte wieder, was das Treffen noch besser macht.

Ich nehme dann noch am Fotoworkshop von Maximiliam Heller teil, höre nicht viel neues aber erhalte doch den ein oder anderen Trick. Später führt Andreas Hülsmann Reisevorbereitungen durch, extrem gut mit dem kleinen Schalk im Nacken. Auf der Hauptbühne werden die Neuigkeiten in der Motorradszene präsentiert – auch Ralf erzählt etwas von seinen Touren.  Martin Brucker erzählt von seiner Reise nach Alaska im Winter und auf der Hauptbühne wirbt Dieter Schneider für sein Projekt „Fellows Ride“

11-12.6.23

Für mich geht am Sonntagmorgen ein richtig gutes Reiseevent bei Touratech zu Ende.  Ich nehme wieder an einem Fotoworkshop mit Claudius Vasilescu teil und finde hier wieder andere Ansätze.  Sebastian Meyer zeigt einen Teil seiner Reise Pakistan-Indien, die neuen Markenbotschafter von Touratech „Sean und Emely“ werden vorgestellt und Nick Sanders zeigt Ausschnitte seines neuen Filmes. Am Abend hält Joe Pichler seinen aller letzten Vortrag „eine Reise ins Ungewisse“. Eine Reise durch den nördlichen Teil Südamerikas kurz nach Corona. Es gibt bewegende Momente zu sehen, als er sich unter tosendem Applaus verabschiedet.

Es war oder ist ein großartiges Treffen und man trifft alte Bekannte und lernt neue Interessante Leute kennen. Schön war’s

Ich fahre nun wieder auf kleineren Straße Richtung Norden, mach noch mal Halt zwischendurch, übernachte diesmal im Hotel und fahre am Montag zurück nach Hause, 2350km liegen hinter mir.

 

Die Ardennen und auch die Vogesen sind wunderschön, die 3 Tage reichen sicher nicht aus, um die Gegend zu erkunden. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich die Landschaften bereist habe. Es gibt viel zu sehen, Kriegsgeschichte, Städte und Natur.

Campingplatzempfehlung:

Camping Mont Dragon Campingplatz in den Ardennen

sehr nette Leute und ruhiger Platz

Camping Coo Campingplatz in Coo sieht toll aus, habe aber nicht übernachtet
Camping Moulin bei Heiderscheidergrund – ein toller Platz, wenn man am Wasser ist
Camping Saint Gilles schöner Platz auf einem ehemaligem Bauernhof
Spätherbst
Heute noch mal ne kurze Tour, das Wetter ist einfach herrlich.
Offroad geht nicht so gut mit abgefahrenem Vorderrad so bin ich auf kleinen Straßen unterwegs und habe sogar ein wenig Sightseeing dabei gemacht.
Der Feldberegnungsspeicher bei Stöcken ist ein guter Viewpoint und man kann einiges über die Beregnungsanlagen im Kreis Uelzen erfahren
mit der GS durch Südschweden

Meine GS steht bepackt vor der Garage, Barbara und auch unsere Nachbarn verabschieden mich zu meinem Alleintrip nach Schweden.
Ich fahre über die A1 nach Travemünde, in einer knappen Stunde stehe ich vor der großen Fähre – es stehen nur Wohnmobile und Pkws in den Reihen. Eine Menge Lkws fahrenvom großen Rangierparkplatz in die offene Luke. Irgendwann erhalte ich ein Zeichen und kann an Bord fahren.

Ich stelle die GS auf den Seitenständer an die Wand und gehe mit Handgepäck an Deck. Die Überfahrt ist lang, ich habe ein Buch und Wasser dabei, setze mich in die Lounge und lese etwas, bald ist Mittahzeit und viele gehen in das Restaurant, ich gehe an Deck und esse meine mitgebrachten Brote. Später hole ich mir einen Becher Kaffee und Kuchen. Im sogenannten zollfreiem Shop kuf ich mir eine Flasche Whisky und stecke ihn in den Rucksack.
Nach ca. 8 Stunden ist Trelleborg in Sicht und die Ansage zum Aufsuchen der Fahrzeuge erklingt. ich sitze dann bald auf der GS und starte durch die offene Luke.
Die Straßen in Trelleborg sind um die Zeit richtig voll und ich qäle mich durch den Abendverkehr, ich wähle die Autobahn um die Stadt zu verlassen und schon einige Kilometer hinter mir zu lassen.
Hinter Gettinge verlasse ich die Auto und biege nach Skarhult ab. Ich habe den Campingplatz „Jägersbro Camping“ am Ringsjön ausgesucht. Der Wind ist heftig aber ich kann mein Zelt schnell aufstellen. Bei einem leckeren Whisky gibt es dann die letzte Stulle und ich genieße die Ruhe.

In der Nacht regnet es heftig, ich vertraue aber auf mein Zelt und es hält dicht und bleibt trotz starkem Wind stehen.
Ich brühe mir meinen Kaffee und fahre nach dem spärlichen Frühstück und Räumen des Zeltplatzes zur Rezeption um zu zahlen. Völlig leger berechnet er nur meine Person und ich fahre auf kleinen Straßen durch die Wälder. Zwischendurch muss ich mal an einem umgestürzten Baum halten und einen Umweg machen. Am Baum führt kein Weg vorbei.

Am Åsnen, nach dem Bolmen der größte See Smålands, halte ich kurz vorher an und mach kurz Pause. Die Sonne scheint und ich erinnere mich an vorherige Reisen an den See. Ich erreiche mein Zwischenziel, das kleine Café in Urshult, das Sorores Cafe.  Die Besitzerin, die ich aus dem Schwedenforum kannte, hat aber mittlerweile gewechselt. Die leckeren schwedischen Kanelbullar gibt es aber noch. Ich esse die Zimtschnecken bei einem dünnen Kaffee, den ich aber nachfüllen kann.

Dann geht´s weiter nach Tyngsryd zum Campingplatz „Tingsryd Resort“ Dicke Wolke schieben sich über den See Tiken und plötzlich gießt es in Strömen.
Zwischen den Schauern gehe ich in den Ort und kaufe ein paar Lebensmittel ein. Leider gibt es die Köttbullar nicht in kleinen Päckchen. Dann bleibt Kartoffelsalat und eine frische Gurke, sowie Tomaten. Gleichzeitig freue ich mich auf ein leckeres Bier, stelle aber vor dem Zelt fest, dass ich 6 Dosen alkoholfreies Bier gekauft habe – nun ja – ich habe habe ja noch Whisky dabei.

Zwischen den Schauern baue ich das Zelt ab und fahre wieder in die Wälder. Es bleibt die ganze Zeit nass, die Waldwege sind etwas matschig aber dennoch macht es Spaß durch die schwedischen Wälder zu fahren. Mein Ziel ist Emmaboda, dort möchte ich mir nochmal die Glasfabriken ansehen. Ich fahre auf kleinen Waldwegen Richtung Linneryd und an Skruv vorbei. Dann schau auf den Wetterbericht auf meinem Handy, denn die Wolken verdichten sich im Norden.  Der Regen kommt auch von Norden und an der Küste soll es trocken bleiben. Ich beschließe meine Richtung zu ändern und wähle als neues Ziel Karlskrona. Kurz fahre ich auf die 28 um dann in die Sackgasse nach Duvemåla zu biegen.

Eine Handvoll  alter Häusern stehen in dem kleinen Dorf Duvemåla. Das Dorf lieferte dem Autor Vilhelm Moberg die Vorlage für das Heimatdorf der Kristina aus Duvemåla, eine der beiden Hauptpersonen in seinem vierteiligem Epos Die Auswanderer. Eine Statue stellt die Kristina dar. ich pelle mich aus meinem Regenzeug und trinke erstmal einen Kaffee und wieder ein Stück Äppelkaka (Apfelkuchen) mit Vanillesauce – extrem lecker.  Der Weg zurück zur 28 ist bereits mit riesigen Pfützen versehen – es hat hier schon geregnet. ich fahre ein Stück die 28 runter und biege dann wieder auf kleine Weg ab. Ich durchfahre kleine Dörfer und riesige Wälder. An vielen Stellen ist ein Baumkahlschlag erfolgt und die Stämme liegen gestapelt am Wegesrand. Am späten Nachmittag komme ich in Karlskrona an, es ist inzwischen nicht nur nass, sondern auch richtig windig geworden.

Ich kann mein Zelt am Rand der ansonsten für Dauercamper ausgelegten Campingplatz aufbauen – hier steht es zumindest im Windschatten. Leider hat das Restaurant am Abend geschlossen und ich hole mir ein paar „teure“ Nudeln aus dem Store und koche mir mein Abendessen. Ich unternehme noch einen Rundgang durch einen angelegten Park, hier befinden sich Trolle und ähnliche Figuren in einem leicht fertigen Zustand, anschließend genieße ich den Sonnenuntergang am Meer auf einem Felsen.

In der Nacht stürmt es wieder und es regnet des Öfteren. Nachdem mein Zelt halbwegs trocken ist, packe ich alles ein, tanke noch in Karlskrona und fahre Richtung Westen.  Es fängt an zu regnen und wieder schau ich mir die Wettervorhersage an. Es sieht schlecht aus, in ganz Schweden regnet es ab heute Abend.  Mir vergeht die Lust ein wenig noch zwei weitere Tage bei dem bescheidenem Wetter zu bleiben und ich halte an einem Restaurant um bei einem Kaffee zu prüfen ob ich schon heute fahren kann. Die TT-Line ist problemlos und ich kann heute Abend schone an Bord.

Ohne großen Umweg fahre ich nach Trelleborg. Zwischendurch gibt es massive Schauern und der Wind bläst ganz ordentlich. So bin ich froh am Kai der TT-Line anzukommen und noch an Bord zu können. Nach einer halben Stunde kommt eine schmutzige F800GS angefahren und hält bei mir. Sebastian ist die schwedische TET-Route gefahren und wir tauschen uns ein wenig über unsere erlebte Tour aus. Recht pünktlich können wir an Bord fahren und ich gehe schnell ins Restaurant um etwas zu essen. Ich treffe Sebastian ab und zu und wir halten immer nur kurzen Plausch.  Nach Mitternacht kommen wir in Trelleborg an und fahren auch recht zügig von Bord. Sebastian weißt mich darauf hin dass mein Rücklicht nicht funktioniert, er schlägt vor, dass er bis Hamburg hinter mir herfährt. Wir fahren los und kurz nach Verlassen des Hafengebietes habe ich auch schon eine Zivilstreife vor mir: „Bitte folgen“. An einer Tankstelle hält die Polizei und weißt auf mein Rücklicht hin. Erschrocken prüfe ich es nochmal und kann es notgedrungen bestätigen – es funktioniert nicht.

Ich solle es zunächst reparieren bevor ich weiter fahre.  Das mach ich dann auch, Sebastian fährt auf meinem Wunsch hin schon mal los. Ich packe alles ab und hol mein Werkzeug – ein blöder Kabelbruch hat die Leuchte lahm gelegt. ich baue alles wieder zusammen und bin dann auch gegen 2:00 Uhr nachts zu Hause.

Es waren ein paar schöne Tage in Südschweden, bei schönerem Wetter wäre ich gerne ein paar Tage länger geblieben.

 

Fähren

Routeninformation
So. 30 Juni 09:30, Travemünde – Trelleborg, Nils Holgersson  (Zeitpunkt ist ideal, es ist nicht zu früh, loszufahren und du bist rechtzeitig in Schweden um Quartier zu finden)
Do. 4 Juli 16:30, Trelleborg – Travemünde, Robin Hood (Du kommst mitten in der Nacht in Travemünde an – für Leute, die weiter fahren müssen, ist es nicht ideal aber für mich war es nur eine 3/4 Stunde)

Zusammenfassung

Hinfahrt: Bikers Tarif

1x Erwachsener Inkl.
1x Motorrad 39,00 €
1x Sommer Lunch Buffet 16,50 €
Umweltschutzzuschlag 2,00 €

Rückfahrt: Bikers Tarif

1x Erwachsener Inkl.
1x Motorrad 39,00 €
1x Sailor’s Menue 16,50 €
Umweltschutzzuschlag 2,00 €

Nachlass -3,30 €
Gesamtpreis 111,70 €

Marokko Informationen

Marokko Informationen

Allgemeines

Marokko liegt im Nord-Westen Afrikas und ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Es gehört zu den fünf Maghrebländer. Marokko ist seit 1956 wieder unabhängig und gemäß Verfassung von 1992 eine konstitutionelle Monarchie.

Zur Zeit leben dort 36,5 Milionen Menschen und sprechen die Amtssprache Arabisch und Tamazight (Berberisch) sowie Französisch mit halboffiziellem Status.
Als Währung ist Dirham in Bankautomaten zu beziehen,  1€ entspricht in etwas 4,10 Dirham und Du benötigst Bargeld in Marokko, Kreditkarten werden selten akzeptiert.

Unterkünfte:

Die Hotels haben wir überwiegend am Vortag bei booking.com gebucht, lediglich das Hotel in Tanger haben wir von zu Hause gebucht.

 

 

Einreise

Zur Einreise ist ein Visum nötig, dass auf dem Schiff oder bei Eintritt erhältlich ist. diese Formular muss an Bord ausgefüllt werden und wird auch an Bord abgestempelt.

 

 

Unterkünfte in Marokko:

Die Hotels haben wir überwiegend am Vortag bei booking.com gebucht, lediglich das Hotel in Tanger haben wir von zu Hause gebucht.

 

 

booking.com
Parken in Genua

wir haben bei Firpo Alessandro geparkt – preiswert, super nett und verlässlich – nur etwas schwer zu finden

 

Firpo Alessandro
Via Santissima Trinità, 1
Genova Palmaro ItalyCell 0039 3355735892
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Fähre

Grandi Navi Veloci von Genua nach Tanger med

vernünftiges Schiff und saubere Kabinen

 

Reiseführer / Infos

Informationen
Marokko.info Alle wichtigen Reiseinformationen für den Urlaub in Marokko
Reiseführer
Reisehandbuch Marokko Taschenbuch

von Edith Kohlbach

Mobil unterwergs

 

ganz super praktische Tipps

Reise Know-How Reiseführer Marokko Taschenbuch

von Erika Därr (Autor), Astrid Därr (Autor)

Karten
Freytag & Berndt Auto + Freizeitkarten

Band 175
Marokko 1:800.000 / 1:2.000.000. 

Reise Know-How Landkarte Marokko
(1:1.000.000) – Straßenkarte
GPS-Karten
Tracks 4 Africa Tracks for Arfica
Nord West Afrika
GPS Karte für Garmin Geräte.
Länder: Marokko, West Saharasuper Kartenmaterial für kleines Geld
Allgemeines Armenien

 

allgemeine Infos zu Armenien

Das am Südrand des Kleinen Kaukasus liegende Gebirgsland Armenien ist etwa so groß wie Brandenburg. Es hat eine uralte Geschichte und gilt als erster stark christlich geprägter Staat der Welt. Im Jahr 2001 feierte die Armenische Apostolische Kirche ihr 1700-jähriges Bestehen. Sie war stets ein Symbol der Zusammengehörigkeit, weshalb die Armenier trotz häufiger Fremdherrschaft, verbunden mit Vertreibung und Massenexodus, ihre sprachliche, ethnische und kulturelle Identität bewahrten. Armenien entwickelte sich zu einer Hochkultur für Literatur und Baukunst. Es besitzt unzählige Baudenkmäler die UNESCO – Weltkulturerbe sind.

Hauptstadt: Eriwan (Yerevan, Jerewan)
Staatsform: Semipräsidiale Republik
Währung: Dram (AMD) 1 Euro entspr. Ca. 510 Dram
Fläche: 29.800 km²
Bevölkerung 2,99 Mio
Sprachen Armenisch
Religionen: Armenisch-Apostolisch

Link zum Veranstalter:

Mottouren

Jürgen Grieschat

Dreamrider
Motorradvermietung

Karten und Reiseführer:

Reise Know-How Landkarte Armenien 1:250.000

sehr gute Karte, hat auch viele Nebenstraßen

eins der wenigen Reiseführer mit sehr viel Informationen
ein zweiter Reiseführer
ein leckeres Kochbuch, mit vielen Tipps und Anregungen über die armenische Küche.
Aha, das haben wir gegessen: es erzählt auch viel von der Lebensweise der Armenier

Fotos sind von allen Beteiligten geschossen worden

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Albanien Infos

Warum Albanien ?

Albanien (albanisch: Shqipëria) ist ein Staat in Südost Europa und grenzt im Norden an Montenegro und Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten der Adria und des Ionischen Meeres gebildet, ein Anrainerstaaten des Mittelmeers.

Wir hatten schon einiges über Albanien gelesen, wir haben uns mit der fremden Kultur, der Landschaft Albanien beschäftigt. Einige Bekannte waren auch schon dort gewesen und waren begeistert. Und nun hatten wir uns das Land als Urlaubsreiseziel ausgesucht.
Viele Kollegen und Freunde fragen: was wollt ihr denn dort, in dem armen Land? Und genau diese Frage wollten wir für uns beantworten.
In der kurzen Zeit haben wir die Freundlichkeit der Menschen, die Schönheit des Landes kennen gelernt und natürlich die vielen Schotterstrecken, die es dort noch gibt, kennengelernt. Faszinierend ist, wie stolz die Albaner auf ihr Land sind. Ein armes Land, Jahrzehnte durch den Diktator in Isolationshaft verbannt und nun frei und absolut gastfreundlich.

Das spricht für Albanien als Motorrad-Reiseland.

Infos zu Albanien
(Auszug aus Länderinformationen Albanien Auswärtige Amt Stand 11.2014)
Ländername: Republik Albanien (Republika e Shqipërisë)
Klima An der Adriaküste mediterran, im östlichen Gebirge kontinental,
besonders im Winter hohe Niederschläge (ca. 1.300 mm)
Lage Albanien liegt am westlichen Rand der Balkanhalbinsel zwischen Montenegro und Kosovo im Norden, der ejR Mazedonien im Osten, Griechenland (Korfu) im Süden.
Landesfläche 28.748 qkm
Hauptstadt Tirana, 624.642 Einwohner
Bevölkerung 2,896 Mio. Einwohner (Quelle: staatl. Statistikinstitut INSTAT)
Landessprache Albanisch (Shqip)
Religionen/Kirchen Bis zu 70 Prozent der Bevölkerung sind Muslime;
20 Prozent griechisch-orthodox;
10 Prozent katholisch. Die religiösen Gruppen leben in bemerkenswerter Toleranz zusammen.
Nationalfeiertag 28. und 29. November – Proklamation der Unabhängigkeit
Regierungsform Parlamentarische Republik

 

Links und weitere Info

Campingplätze www.camping.info/albanien
Reisen nach Albanien www.albanien-reise.com
Reiseführer
Karte

 

 

 

Albanien 2014
Anreise und F-GS-Treffen
19. Juni 2014 auf nach Altona zum Autoreisezug

Um 19:00 sind die Motorräder gepackt, unsere Nachbarn winken zum Abschied und wir rollen Richtung Autoreisezug Altona. Ein riesiger Stau vor dem Check In erwartet uns, wir fahren vorsichtig vorbei und checken ein. Am Bahnhofsvorplatz erwarten uns schon viele Motorradfahrer. Eike und Wolfgang sind auch gekommen, Gert kam etwas später noch dazu, um uns zu verabschieden.

Mit fast einstündiger Verspätung waren endlich alle Motorräder verladen und unser Zug setzt sich in Richtung München in Bewegung. In unser Abteil, das mit 5 Motorradfahrern belegt ist, herrscht ziemliche Enge, die Sachen werden verstaut und nach und nach zieht sich jeder etwas gemütlichere Klamotten an, während auf dem Gang reges Gerede mit den Nachbarn eine recht sympathische Zugfahrt einleitet. Gegen 24:00 geht es in die Betten und die allseitigen Schnarchgeräusche versuchen den Lärm des Zuges zu über tönen – und sie schaffen es zum Bedauern von Barbara auch.

20. Juni 2014 München Ost zum Königsee

Die Verspätung hat der Zug nicht aufgeholt und so erreichen wir über einer Stunde verspätet München-Ost, die Anträge für die 25% Entschädigung der Bahn werden durch das Bahnpersonal wie selbstverständlich verteilt. Die Verspätung verändert nicht unsere Reiseplanung sondern erspart uns eine Wartezeit im Regen von München. Wir haben unsere Camelbags zu Hause liegen lassen. Für Albanien wollen aber ganz und gar nicht darauf verzichten.

Die Geschäfte öffnen erst um 10:00 Uhr. Eine Wanderung durch die Münchener Innenstadt kann sehr langatmig werden, vor allem wenn man in Motorradsachen unterwegs ist und es regnet, während wir von einem Laden in den nächsten hetzen. Im Outdoorgeschäft Schuster finden wir endlich die gewünschten Camelbags.
Nun können wir unsere geplante Tour Richtung Königsee zum F800GS-Treffen antreten. Es regnet schon eine Weile und wir fahren auf der Autobahn Richtung Salzburg, biegen auf die B13 nach Großhartpenning wo wir einen kleinen Weg finden und die Regenpause genießen. Schließlich führt uns die Mb19 durch schöne Landschaften.

Wir fahren am Schliersee vorbei und genießen bei Bayrisch Zell ein paar Serpentinen. In Agg kehren wir zum Mittagessen beim „Gasthof zum Bauern“ ein, Barbara bestellte nur die Bratkartoffeln, ohne Soße, das war für den Wirt ein Ding der Unmöglichkeit, als er das Essen brachte meinte er nur : „nicht das Du mir dran erstickst“. Es ging gut.

Der Nieselregen bleibt, aber wir fahren gut gesättigt weiter und kommen gegen 16:00 Uhr bei einem wunderschönen Platzregen in Schönau am Königsee an. Die Verspätung hat der Zug nicht aufgeholt und so erreichen wir über einer Stunde verspätet München-Ost, die Anträge für die 25% Entschädigung der Bahn werden durch das Bahnpersonal wie selbstverständlich verteilt. Die Verspätung verändert nicht unsere Reiseplanung sondern erspart uns eine Wartezeit im Regen von München. Wir haben unsere Camelbags zu Hause liegen lassen. Für Albanien wollen wir aber ganz und gar nicht darauf verzichten.

Die Geschäfte öffnen erst um 10:00 Uhr. Eine Wanderung durch die Münchener Innenstadt kann sehr langatmig werden, vor allem wenn man in Motorradsachen unterwegs ist und es regnet, während wir von einem Laden in den nächsten hetzen. Im Outdoorgeschäft Schuster finden wir endlich die gewünschten Camelbags.
Nun können wir unsere geplante Tour Richtung Königsee zum F800GS-Treffen antreten. Es regnet schon eine Weile und wir fahren auf der Autobahn Richtung Salzburg, biegen auf die B13 nach Großhartpenning wo wir einen kleinen Weg finden und die Regenpause genießen. Schließlich führt uns die Mb19 durch schöne Landschaften.

Wir fahren am Schliersee vorbei und genießen bei Bayrisch Zell ein paar Serpentinen. In Agg kehren wir zum Mittagessen beim „Gasthof zum Bauern“ ein, Barbara bestellte nur die Bratkartoffeln, ohne Soße, das war für den Wirt ein Ding der Unmöglichkeit, als er das Essen brachte meinte er nur : „nicht das Du mir dran erstickst“. Es ging gut. Der Nieselregen bleibt, aber wir fahren gut gesättigt weiter und kommen gegen 16:00 Uhr bei einem wunderschönen Platzregen in Schönau am Königsee an. Cora treffen wir bereits am Campingplatzeingang, sie zeigt uns den Campingplatz. In einer Regenpause stellen wir schnell unser Zelt auf und wecheln das Outfit. Wir wollen uns mit den anderen F-GS Fahrern zum Abendessen in einem nahegelegen Lokal treffen.

 

21. Juni 2014 Rundfahrt um die Seen

den heutigen Samstag werden verschiedene Touren angeboten, in Gruppen von bis zu acht Motorrädern führten sie rund um den Königsee, zum Großglockner oder über Schotter in die Bergwelt. Wir schließen uns Markus an, und fahren zu fünft eher gemütlich durch die Landschaft.
Am Abend gibt es ein Grillfest mit anschließender großer Versteigerung. Freerk macht das Ganze recht professionell und so kommen die gestifteten Preise für gutes Geld an die Frau oder den Mann. Zwar lief parallel das Spiel zwischen Deutschland gegen Ghana aber irgendwie ging das im Getümmel der Versteigerung und dem Benzingerede unter.

 

22. Juni 2014 Auf nach Triest

Am Sonntag ist großes Verabschieden und nach einem Gruppenfoto geht es für uns weiter Richtung Triest zur Fähre nach Igoumenitsa. Die geplante Route führt über Hallein, Bischofshofen, Oberntauern nach Spital. Und schon sind wir in Österreich. Auf der Passhöhe Oberntauern treffen wir zwei Motorradfahrer aus Cloppenburg, das Grinsen war bei den Beiden im Gesicht fest gebrannt, „so viel Spaß haben wir lange nicht gehabt“ erzählt der Honda-Fahrer begeistert.

Wir machen kurz Pause und essen den Rest Käse und das Brot im Stehen. Die Straße ist wunderbar zu fahren und wir halten kurz nach 3:00 Uhr vor Matschiedl im Alpengasthof „Windische Höhe“ an und genießen einen leckeren Erdbeerkuchen.
Wir passieren schließlich die Grenze nach Italien, die kaum erkennbar ist und sind dann auch schon nach 15km in Slowenien angekommen.
Es begrüßt uns eine herrliche Bergpracht, die Straßen schlängeln sich Motorradfreundlich durch das Tal. Unsere Blicke bestaunen die herrlichen Felsen an denen wir vorbei fahren. Kurz vor der Grenze nach Italien machen wir wieder Pause und trinken in einem kleinen Lokal noch eine Cola, bevor der letzte Teil bis Triest ansteht.
Die Gegend wird langweiliger, wir kommen in die italienisch Tiefebene und erreichen im Stau Triest, entlang der Küstenstraße ist fast Stillstand. Wir tun es den Italienern gleich und fahren an der endlos scheinenden Autoschlange vorbei. In Triest angekommen suchen wir den Fährhafen und fragen mehrfach Passanten, die einen schicken uns nach Osten, die anderen nach Westen, einige wissen gar nichts.

Schließlich finden wir ziemlich genervt das Terminal im Puerto Nuove und wir stellen uns hinter drei BMW Motorräder aus Pinneberg ab. Es ist erst 21:30 und wir packen die Stühle aus, essen die Reste aus dem Topcase und warten geduldig. Es wird dunkel, ab und zu fahren Fahrzeuge heran und reihen sich in die Warteschlange für die Fähre ein.

23. Juni 2014 die Fähre nach Griechenland

Wir schlafen und dösen ein wenig herum, es wird langsam zur Qual doch es nützt nix, die Fähre ist noch nicht da und wir hängen weiter rum. Um vier Uhr packen wir die Stühle ein und schlafen nochmal eine Stunde auf dem Boden sitzend ein.
Eigentlich sollte die Fähre gegen 2:30 ankommen und nach dem Entladevorgang für uns bereit stehen. Eigentlich. Erst um 6:00 kommt Bewegung in die Masse und wir können endlich um 7:00 die Fähre befahren und unsere Kabine beziehen, uns duschen und umziehen. Auf den Decks, haben sich die Deckpassagiere schon überall breit gemacht – auch Bänke und Sitze im Innenbereich sind belegt. Das Wort Deckpassage scheint sich auf alle Gänge des Schiffes zu beziehen.  Nach dem Frühstück legen wir uns in die Kabine und versuchen den verpassten Schlaf nachzuholen.
Nach 4 Stunden rappeln wir uns auf und gehen an Deck um den Seetag irgendwie zu genießen. Die Preise an Bord sind überproportional hoch aberessen müssen wir und gehen abends wie alle anderen im Selfservice Restaurant essen.

24. Juni 2014 von Griechenland nach Albanien
Am Morgen erreichen wir gegen 11:00 Igouminitsa. Die Autos sind schnell von der Fähre herunter und auch wir rollen an die warme Luft.
Wir winken den Pinnebergen zu und fahren durch die sonderbar wirkende Stadt Igouminitsa die Küste entlang. Die Straßen sind eher schlecht aber dafür ist die Landschaft umso schöner. Es ist warm und es regnet nicht!
An der Küste in der Nähe Sagiada finden wir ein nettes Lokal direkt am Meer und wir stellen die Motorräder in den Schatten und nehmen am Tisch Platz bestellen den üblichen Greeksalat, der uns bereits gut schmeckt, als die Pinneberger ebenfalls anrollen. Wir sehen uns bestimmt noch öfter, sagt die Frau lachend.

Albanien und seine Südküste

An der albanischen Grenze geht es recht zügig (für eine außereuropäische Grenze ganz schön erstaunlich) und wir fahren über eine Nebenstraße Richtung Butrint , die unser Fahrkönnen erstmalig auf die Probe stellt. Dicke Schottersteine sind zu überfahren und mit der schweren Fuhre ist es doch ganz schön anstrengend. Als wir die kleine Fähre nach Butrint erreichen, stellen wir schockiert fest, dass wir ja gar keine albanische Währung, Leck, haben und eigentlich gar nicht bezahlen können. Doch der Fährmann winkt uns heran und nimmt auch gerne Euros, er kann sogar in Euros wechseln, was uns erst mal erstaunt, aber später immer wieder passiert.

Knapp 100m hinter der Fähre befindet sich das Hotel Livia, das direkt neben der Ausgrabungsstätte Butrint liegt, die wir besichtigen wollen. Wir fragen nach einem Zimmer, der freundliche Mann zeigt uns zunächst die Suite, die uns aber zu groß erscheint, dann zeigt er uns noch ein sehr schönes großes Zimmer mit allem was man braucht. Der Preis liegt bei 40€ incl. Frühstück für das Zimmer. Wir ziehen uns um und gehen zur Ausgrabungsstätte Butrint, die auf der Halbinsel im Butrintsee liegt und als Weltkulturerbe zu den beliebtesten Touristenzielen Albaniens zählt.
Vom 10. bis 4. Jahrhundert v. Chr. war Butrint einer der führenden Orte Griechenlands und wurde zu dieser Zeit auch sprachlich und kulturell von den Griechen bestimmt. Im 4. Jahrhundert. war sie eine der größten Städte der Region und besaß mehrere Prachtbauten u.a. das Theater, der Asklepios-Tempel, und ein Gymnasium sowie einer 870 Meter langen Stadtmauer.


Die ältesten Funde stammen aus der Zeit der Griechen zwischen dem 10. und 8. Jahrhundert v. Chr. und werden im Museum mehr oder weniger als Kopien dargestellt. Danach kamen die Römer, die auch ihre Baukünste in Butrint ausprobierten, typisch ist das Aquädukt, ein Bad, ein Forumskomplex sowie vielen Büsten und Statuen des Augustus, seiner Gemahlin Livia, nachdem auch das benachbarte Hotel benannt war.
Am Abend setzen wir uns in den Garten des Hotels , die Grillen geben ihr Bestes, während wir die Speisekarte bewundern und wir uns etwas Leckeres aussuchen. Ich bestelle Greeksalat, Schweinefilet und Patates – Barbara gegrilltes Gemüse und Hähnchenbrustfilet in Limonensoße. Dazu gibt es einen leckeren albanischen Wein. Es schmeckte nicht nur richtig gut, es war auch mehr als reichlich und incl. Getränke zahlen wir gerade mal 25€.

25. Juni 2014 zur Küste

das Frühstück, ein Omelette, Tomate und Gurke mit Brot und starkem kleinen aber leckeren Kaffee ( unseren Kaffeebecher zum Frühstück kann man in Albanien getrost vergessen, Kaffee ist immer klein und stark), war aufgrund des opulenten Essen am Abend vorher, mehr als ausreichend.
Die SH81 schlängelt sich bis Sarande an der Küste entlang, eine sehr gut ausgebaute Straße und die Kurven machen richtig Spaß . Ab und zu stehen echte Kühe auf der Straße oder liegen hinter einer Kurve. In der Stadt Sarande finden wir schnell eine Bank mit einem Geldautomat und holen uns Geld in der uns unbekannten albanischen Währung Leck. Wir fahren schnell aus der hektischen Stadt heraus. Zu viele Hotels und Restaurants säumen die Straße, der Tourismus ist in Albanien angekommen.
Wir biegen wir auf die SH 99 ab zum „Blauen Auge“ oder „Syri i Kalter“ wie er auf Albanisch heißt. Am Schlagbaum erklärt ein Officer den Weg und kassiert 200 Leck. Die Straße führt uns direkt zum Restaurant, ein idyllischer Schattenplatz direkt am Fluß. Ein paar Meter weiter sprudelt kristallklares Wasser aus der Tiefe, man hat das Gefühl den Boden des über 50m tiefen Loches zu sehen – ein Engländer springt in das 10° kalte Wasser und meinte es wäre „good“ – na ja.

Die Bar des Restaurants, ist um diese Uhrzeit bereits ordentlich mit Albanern gefüllt ist, die hier Mittag machen. Wir genießen ein erfrischendes Getränk. und den herrlichen Schattenplatz. Es ist doch ganz schön heiß.
Wir fahren zurück nach Sarande und weiter Richtung Vlore auf der SH8. Auch dieser Straße ist es super zum Fahren, Serpentinen und Kurven mit viel Fahrspaß.
Bei Himare haben wir uns für den Kranea Camping www.camping-kranea.com entschieden und finden den Platz dank GPS und Beschilderung recht schnell. Das Zelt ist schnell aufgebaut und wir genießen bei über 30° das kühlende Wasser und den schönen Strand der Albanischen Riviera.
Zum Abendessen gehen wir in eines der netten Lokale mit gutem Angebot direkt am Strand, lokales Essen, rustikal serviert und dazu äußerst schmackhaft. Hier sind kaum ausländische Touristen, überwiegend Albaner sitzen an den Tischen und die Kinder spielen am Strand. Eine super lockere Atmosphäre. Urlaubsstimmung kommt auf.
Petra und Siggi aus dem Allgäu sind auch auf dem Platz. Wir hatten uns eigentlich über das Karawane-Forum am Skodra See verabredet aber nun treffen wir die beiden schon zu Beginn unserer Reise. Wir sitzen nach dem Abendessen zusammen und unterhalten uns angeregt bei albanischem Bier und Wein über vergangene Touren und was wir noch unternehmen wollen oder sollten.

26. Juni 2014 Kranea Camping
Auf dem Campingplatz herrscht ein reges Treiben, einige interessante Autos stehen hier umher. Z. B. Ist der Camping Platz der Standort des Hobo Teams. Martina und Günther organisieren 4×4 Touren in Albanien und kennen sich bestens aus. Günther gibt ein paar Tipps und erzählt von seinen Erfahrungen. Wir bleiben einen weiteren Tag und genießen die Ruhe, Wäsche waschen, Bericht schreiben und baden gehen ist angesagt.
Auch Max mit seinem alten 4×4 Volvo in Camouflage-Bemalung setzt sich dazu und wir unterhalten uns über die 4×4-Touren und die Besonderheiten von Albanien. Max hat bei seinem LKW ein Getriebeproblem und muss sich unter das Auto legen um den Schaden zu beheben, immer wieder rollt er mit seinem dicken Bauch unter dem Lkw hervor, streicht durch seinen Bart und flucht leise grinsend.
Am späten Nachmittag gibt´s Fußball, Deutschland-USA und wir sind kurz vor 18:00 im Restaurant des Campingplatzes.

Dennis, der Campingplatzbesitzer gibt sich alle Mühe, die Leinwand etwas abzudunkeln, es gelingt ihm aber eigentlich nicht, man sieht nur die USA-Spieler aber das Tor von Müller nehmen wir deutlich war.
Zusammen mit Petra und Siggi essen wir heute Abend Mussaka und Salat – dazu einige Biere und vom Chef einen Raki, das Wasserglas ist halbvoll versteht sich. Deutschland gewinnt, alle sind zufrieden und wir sitzen noch bis kurz nach 22:00 Uhr und verabschieden uns von allen – morgen ist ein langer Tag.

in das Hinterland nach Girokaster
27.Juni 2014 nach Gjirokaster

Frühstücken, Zelt abbauen – das geht alles fix, Petra und Siggi kommen vorbei und verabschieden sich von uns und wir verabreden uns am Skodra-See auf dem Campingplatz. Auch die anderen Camper winken freundlich zum Abschied.
Wir fahren über den Lgora Pass, der von allen gelobt wird, aber uns eher unspektakulär anmutet. Die Straße rauf ist schön zu fahren, sehr kahl und in sehr gutem Zustand, mit Erreichen der Passhöhe wird der Straßenbelag schlechter, riesige Ausbrüche und Versackungen sind zu umfahren oder zu überwinden. Ohne Ankündigung sind tiefe Löcher im Asphalt oder Absätze von gut 30-50cm Höhe zu überspringen. Wir fahren durch dichten Wald, es riecht herrlich frisch.

Nach einer guten drei-viertel Stunde erreichen wir Vlore, die Stadt ist laut und voll. Auch der Strand ist unendlich voll und die alten Häuser an der Küste müssen Hotel neuester Kategorie weichen. Die Innenstadt ist dem Verkehrsrausch erlegen, aus allen Nebenstraßen drängen Autos auf die Straße, Mercedesliebhaber können hier in Albanien alle alten Modelle bewundern, die es bei uns schon lange nicht mehr gibt.
Die SH 8 führt uns bis Fier und dann geht´s auf die Sh4, sie ist sehr gut ausgebaut und wir kommen schnell voran, dann endet die Ausbaustrecke gut 30km vor Gjirokatser und die Route wird wieder richtig schön.
An einem Wasserfall mit Wasserzapfstellen halten wir an, nicht nur weil es fast alle tun, sondern weil dort auch ein interessantes Restaurant ist, wo wir eine Pause einlegen wollen. Das Gebäude ist in den Hang gebaut, der Wasserfall ist überall, in allen Etagen tost das Wasser.
Es gibt nichts Besonderes denkt man, Schafkäse/ Yoghurt und Patates, frittierte Kartoffelecken, aber gerade das ist das Besondere. Wir essen genüsslich und beobachten das Treiben an der Wasserstelle. Autos halten an, ganze Batterien von Kanister oder einzelne Flaschen werden gefüllt. Einige Menschen waschen auch noch schnell ihren Kopf und kühlen sich ab.

Wir kommen in Gjirokaster an und finden schnell den Weg direkt in die Altstadt. Wir müssen auf dem glatten Kopfsteinpflaster an steilen Hängen durch die engen Gassen fahren. Ganz enge Kehren, sind nicht so einfach zu fahren auf dem Kopfsteinpflaster. Barbara meinte später wenn das geregnet hätte wäre der Weg noch weniger erbaulich gewesen.
Ich verfahre mich, zu allem Überfluss müssen wir in der Altstadt unter Beobachtung aller Fußgänger drehen – Gefälle, glatter Untergrund und überall Leute.
Aber es klappt ohne Sturz und wir fahren weiter Richtung B&B Hotel Kotoni. Herr Kotoni www.kotonihouse.com kommt uns entgegen gelaufen weil er das Ganze schon in der Altstadt von oben schon gesehen hatte. Ob wir gebucht hätten fragte er, wir verneinten, aber das war Gott sei Dank egal – ein Zimmer war noch frei. Puh. Das Parken der Motorräder findet auf einem schmalen Streifen neben der Straße statt, links Straße, rechts geht’s den Hang runter. Wir wünschen unseren Motorrädern gute Standfestigkeit.

Haxhi und Vita Kotoni laden uns zu Kaffee und Tee ein, nachdem wir uns umgezogen und Spaziergangfertig sind. Sie erzählen von ihren Kindern, die in den USA leben. Wir hatten uns schon über die enorme Polizeipräsenz gewundert, an allen Kreuzungen standen schwer bewaffnete Polizisten, Haxhi Kotoni erzählt uns auch warum. Das Gebiet rund um Lazarat ist wohl das größte Anbaugebiet für Canabis im Land, bis zu 90 % der 7.000 Dorfbewohner sind am Cannabishandel beteiligt. In dem Dorf setzen sich Marihuana-Bauern gegen eine Cannabis-Razzia der Polizei mit Waffengewalt zur Wehr. Polizisten mit kugelsicheren Westen und gepanzerten Fahrzeugen umstellten das als Europas „Cannabis-Hauptstadt“ bekannte Dorf. Die Anwohner gingen mit Maschinengewehren und Raketenwerfern auf die Einsatzkräfte los, doch die Polizisten zerstörten die gesamten Felder.

Haxhi beschreibt uns den kürzesten Weg zur Burg und er gibt auch noch einen Tipp zum Essen. Beides befolgen wir gerne. Wir wandern hoch zur Burg und zahlen Eintritt für die Burganlage, die Museen lassen wir aus. In der Burg befindet sich das Nationale Waffenmuseum, mit Waffen aus dem ersten und dem Zweiten Weltkrieg (Partisanenbewegung). Außerhalb des Museumsbereichs ist ein US-amerikanisches Düsenflugzeug Lockheed T-33 ausgestellt, es soll im Dezember 1957 in Mittelalbanien zur Landung gezwungen worden und später nach Gjirokastra überführt worden sein. Nun rostet es vor sich hin. Auf dem Hof steht eine riesige Bühnenanlage, die wohl für eine große Aufführung gebaut wurde und nun langsam verfällt.

Gjirokastra zählt seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der ältesten Städte des Landes und ein wichtiges kulturelles Zentrum Südalbaniens. Sunniten, Bektashi und orthodoxe Christen leben seit Jahrhunderten neben- und miteinander. Sowie auch unsere Hotelbesitzer, Haxhi ist Bektashi, Vita ist Christin. Den Beinamen „Stadt der Steine“ verdankt Gjirokastra seinem einzigartigen Stadtbild, die alten Häuser der heutigen Altstadt sind mit Steinplatten aus den nahen Gebirgen gedeckt und regulieren das Klima in den Häusern.
Wir gehen noch ein wenig spazieren nach dem der überraschende Regenschauer aufgehört hat. Die Kopfsteine sind ganz schön glatt und rutschig, gut dass wir jetzt nur zu Fuß unterwegs sind. Schließlich gehen wir zu dem empfohlenem Lokal und sind begeistert. Das Essen – einfach genial: Forelle gebacken (gegrillt) und Lammkotelett dazu Reiskugeln Gjirokaster Art und gebackenes (gegrilltes) Gemüse, ein paar Bier und einen Raki – das passte.
Zum Abschluss setzen wir uns in der Altstadt in ein Straßencafé – bei einem Bier beobachten wir das Getümmel. In der Altstadt ist entgegen der Beschreibung im Reiseführer mächtig was los, an fast allen Cafés und Bars stehen draußen Stühle und Tische, die auch überwiegend besetzt sind, Leute flanieren auf dem Kopfsteinpflaster und unterhalten sich. Es macht Spaß dabei zu sein. Es ist wie in überall in Südeuropa.

28.Juni 2014 über kleine Straßen zum Ohridsee

Erstmal aus der Altstadt von Gjirokaster herauskommen, wo finden wir den einfachsten Weg (ohne zu viele 180°-Kehren auf diesem Kopsteinpflaster) um die Stadt zu verlassen. Der Kopfstein ist dermaßen glatt dass die Reifen beim Anfahren schon quietschen und wir fahren vorsichtig auf Empfehlung von Haxhi Richtung Burg und dann langsam runter in die Altstadt und biegen dann zur SH4 ab, die wir bis zur Abbiegung nach Permet nehmen. Den Weg hätten wir auf dem Hinweg auch nehmen sollen…
Die Straße wird immer schlechter aber die Landschaft umso schöner. Wir folgen dem Vjose, der Fluss hat sich das Tal super schön hergerichtet. Alte Brücken und scheinbar herrenlose Häuser sind zu sehen, ab und zu weiden Ziegen oder Schafherden auf den Weiden, Esel werden mit Grasladungen bepackt. Die Arbeit der Leute ist hart, sehr hart aber immer winken sie freundlich mit einem Lachen im Gesicht wenn wir vorbei fahren oder wie bei den Eseln halten und fotografieren. Wer ist der Esel?

Die Straße wird mal besser, mal schlechter, die Landschaft bleibt aber beeindruckend, bei Carshove biegen wir ab und fahren durch ein kurvenreiches Gebiet über Ersekenach bis Korca. Kurz zuvor wird die Straße etwas besser. Die Stadt gefällt uns nicht sonderlich und wir fahren die SH3 weiter Richtung Pogradec, wo wir auch einhellig der Meinung sind, dass ein Stop nicht zwingend erforderlich ist.
Wir sind auch müde, die Hitze fordert ihren Tribut und wir suchen bald einen Campingplatz. Bei Hudenisht am Ohridsee finden wir einen Platz direkt am See. Hier treffen wir auch wieder 4×4 Lkw-Wohnmobile und die Haller Motorradfahrer, die wir schon auf der Fähre gesehen hatten. Sie wollen aber keinen Kontakt und grüßen nur flüchtig, der Eine erzählt, dass sie nach Makedonien „weitermachen“, unsere Ziele hatten sie schon drei Jahre vorher bereist. Wir wünschen den beiden gute Fahrt. Wir nutzen noch das schöne Wetter und genießen ein Bad im Ohridsee.
Ein nettes österreichisches Paar mit Defender erzählt uns nach dem Abendessen auf der Terrasse des Restaurants von Ihren Erlebnissen im Land und sie sind ebenso begeistert wie wir. Wir erhalten noch ein paar gute Tipps, die wir später in die Tat umsetzen und gehen recht früh schlafen.

 

29.Juni 2014 Über Mazedonien nach Peshkopi nach Sug

Die SH3 ist sehr gut ausgebaut, nach dem wir die Baustelle ( die leider auch den Campingplatz mit Staub belegt ) überwunden haben. Der See liegt auf der rechten Seite und wir sehen immer wieder Fischer am Ufer und Frauen die den Fang aus Wasserbecken verkaufen. Wir biegen auf die SH9 und fahren Richtung Grenze nach Mazedonien, die schnell passiert ist. Die freundliche Dame nimmt meinen Personalausweis und und winkt mich weiter, auch Barbara darf ohne den Helm abzunehmen durchfahren. Das ging ja fix.
Die Landschaft wird grüner und der Blick zum See ist verschwunden. Bei Struga biegen wir links ab und fahren am Crini Drim entlang, die Straße ist herrlich zu fahren, die Landschaft grün und wunderschön. Am Stausee sehen wir mehrere Bunker, die mit Parolen verschmiert sind. An der Grenze von Mazedoniern nach Albanien sollen wir erstmalig die grüne Versicherungskarte zeigen, bislang wurden nur, wenn überhaupt die Fahrzeugpapiere gewünscht.

Ich deutete an, dass wir die Karten besitzen und diese tief in den Koffern verstaut haben. Als ich den Helm abziehen wollte, winkt die Frau im Grenzhäuschen ab und sagt „ok“ wir können weiter. Kurz hinter der Grenze erfrischen wir uns in einem Café. Wieder fragen die Gäste uns wo wir herkommen und Glückwünschen zur tollen Fußballmannschaft. Die Albaner sind Fußballfans und feuern die deutsche Nationalmannschaft an.
Die SH6 führt uns nach Peshkopie, die Metropole im Osten Albaniens mit fast 20.000 Einwohnern. Die Menschen arbeiten in den Behörden oder verkaufen auf dem Markt Gemüse und Obst oder sonstige Ware. Die Stadt ist wuselig, alle Straßen sind voll. Wir fahren langsam durch die teilweise sehr schlechten Straßen und Barbara legt sich auf die Seite, weil ein Minibus unvermittelt bremst und ihr Fuß ein Schlagloch trifft. Ganz schnell stehen 3 Männer am Motorrad und heben es für sie auf. Wir fahren weiter und erreichen sehr schnell den Stadtrand.
Eigentlich wollten wir nach dem Zustand der Straße fragen, doch als wir die asphaltierte Straße sehen fahren wir weiter. Die geniale Straße führt uns zum Drin I Zi, der Fluss ist mit einer Brücke aus verrostetem Fachwerk und Holzbohlenbelag überspannt. Bevor wir die Brücke überqueren machen wir an dem Lokal am Strand des Drin Pause und nun hören wir erstmalig, dass der Wirt keinen Strom habe und uns keine warmen Speisen bereiten könne. Dann gibt´s eben Salat und Cola.
Wir sind beruhigt als wir sehen, welcher Verkehr über die Brücke geht, sie ist wohl doch stabil.Wir fahren auf den aufgelegten Holzbohlenüber die Brücke.Im Ort fragen nach dem Weg. Der Junge zeigt auf den nach einer Hinterhofzufahrt anmutenden Weg. Wir fahren rein und entdecken eine Landschaft, die einfach herrlich ist. Allerdings ist die Straße oder was davon übrig blieb, alles andere als gut befahrbar. Aber wir fahren nicht zurück und quälen uns über die steilen Anstiege, den dicken Schottersteinen, Absätzen und Löchern.
In den Kehren ist es besonders dick, die Steigung auf Aspalt wäre schon für manchen eine Herausforderung aber dies ist reiner Kies, dick und massív. Ab und zu können wir uns auf lehmigen Untergrund erholen und denken nun wird´s besser aber es wurde eher schlechter. Der Kopfsteinpflaster ist teilweise weg und die Kiesel liegen dazwischen oder sind ausgewaschen. Tiefe Absätze längs des Weges und dann begegnen uns noch zwei IFA-Lkw, voll beladen mit Holz. Wie weit ist es noch?

Die Hälfte schien geschafft, doch auch das täuschte. Die anfangs angezeigten 40km rundeten sich locker auf 60km auf und die Straße endete schließlich bei, Burgajet auf eine herrliche neu asphaltierte Straße mit einen super Verlauf bis kurz vor Burrel, wo uns der Schotter wieder hatte. Unser eigentliches Ziel Krujes verschieben wir auf morgen und wir folgen dem Campingplatzschild 10km nach Sug
Dort stehen wir enttäuscht vor eine Kirche, aus der wir Gesang hören. Wir wollten schon umkehren da kommt ein junger Mann aus dem Haus und fragt ob wir nicht campen möchten? Er zeigt uns den Kirchplatz und wir könnten überall stehen. Der Gesang aus der Kirche geht weiter. Im Haus zeigt er uns Duschen und Küche. Der Campingplatz gehört zum Camping Albania Oasi Alla Chiesa  einer italienischen Mission.
Wir stellen unser Zelt auf, und duschen in dem etwas seltsam anmutenden Duschbad. Über das Stehklo wird eine Art Holzpalette gelegt und wird damit zur Dusche. Alles ganz einfach aber pikobello sauber.
Der junge Mann gibt uns einen Tipp wo wir essen können, wir finden das beste und einzige Restaurant im Ort.
Die Männer sehen Fußball, Holland gegen Mexico. Ein junger Mann gesellt sich neben uns und erzählt von seiner Arbeit in England. Er spricht dialektfrei englisch und erzählt dass er nur wegen der Wärme und der Menschen wieder zurück gegangen ist. Er sei arm und habe wenig Geld aber hier wäre seine Heimat.
Der Wirt kommt raus und fragt was wir denn gerne hätten. „Was gibt es denn?“ war unsere Gegenfrage. „Salad and meat“ meint der Wirt mit verschwitztem Gesicht. Nach einer knappen halben Stunde servierte der Mann das Essen, es war fantastisch, wieder einmal perfekt und wir genießen die interessante Atmosphäre.

30. Juni 2014 auf nach Krujes

Der junge Mann von der italienischen Mission erklärt uns den kürzesten Weg nach Krujes. Barbara winkt ab und besteht auf den Umweg über die SH6, die kurvig und gut durch die schöne Landschaft am Stausee des Mati führt. Das Stück Autobahn Richtung Tirana ist furchtbar, viel Verkehr und immer gerade aus, die Abbiegung nach Krujes ist voll, anscheinend fahren alle nach Krujes.

Wir beziehen das Panorama Hotel , 55€ für dasZimmer, mit herrlichem Blick über die Stadt und die Landschaft bis Tirana. Hier ist der Name Programm und wir gönnen uns einfach den Luxus. Allein die Anfahrt war schon spannend, die Stadt hat nur kleine Straßen mit hohen Steigungen und wir können bequem in die Hotel-Garage fahren, parken auf einer geraden Ebene. Nachdem wir uns umgezogen haben gehen wir in die Altstadt, die unterhalb des Hotels beginnt.
Am Fuße des Burghügels liegt die restaurierte Basarstraße, deren Gebäude aus dem 19. Jahrhundert stammen und die typische Architektur der Berggegend widerspiegeln. Die Läden werden nun von Souvenier Verkäufern genutzt, Jede Menge touristischen Kram wird hier verkauft, der Tourismus hat den Durchbruch geschafft und die Verkäuferinnen sprechen jeden an, doch „for free“ herein zu kommen und sich um zu sehen.
Kram den die Welt nicht gebraucht aber egal, es macht Spaß sich den Kram anzusehen und ich finde bei einem Musikanten eine CD mit traditioneller Musik, er spielt mir auch ein wenig vor. Barbara findet noch einen schönen Schal.
Dann gehen wir aufwärts zur Burg. Die Festung Kruja ist für die albanische Nation ein historisches Heiligtum, innerhalb der Festung ist das Skanderberg-Museum eingerichtet, das Burgähnliche Gebäude wurde von der Architektin Pranvera Hoxha, der Tochter von Enver Hoxha, konzipiert.

Das Museum Skanderbergs hat Montag geschlossen aber wir haben Glück und schlüpfen rein weil eine Gruppenführung stattfindet und die Säle für diese Führung geöffnet wurden. Ganz schön pompös die Gemächer.
Die ursprüngliche Burg von Skanderberg aus dem 15 Jhd. liegt etwas höher und ein junger Student erzählt uns etwas zu aufdringlich über die verschiedenen Sightseeings, um uns dann in ein Lokal zu lotsen. Wir nehmen aber davon Abstand und sehen uns alles auf eigene Faust an. Die Statue des Skanderbergs ist ein paar hundert Meter unterhalb unseres Hotels – wir fotografieren das klotzige Teil und es fängt doch tatsächlich auch noch an zu regnen. Dicke Tropfen knallen auf uns herunter und wir laufen in unser Hotel zurück, legen uns aufs Bett und geniesen den Ausblick über das Tal, der Regen tut dem keinen Abbruch.
Am Abend gehen wir in ein Lokal gegenüber dem Hotel, Fußball wir auch hier geschaut, das gefällt uns und bei einem leckeren Abendessen bei leckerem Fleisch mit Salat, das Fußballspiel zu sehen. Beim Bezahlen spricht uns der Wirt auf Deutsch an und wir kommen ins Gespräch. Bei einem Glas Raki verrät er, dass er 10 Jahre in Heppenheim als Koch in einem griechischen Lokal gearbeitet hat und von dem Geld die 4 Etagen dieses Hauses ausgebaut hat. Eine super Leistung, Café und Bar im EG, Restaurant im 1.OG und Wohnungen im Keller und 3.OG.
Wir bummeln noch durch die Straßen und setzen uns auf den Balkon unseres Zimmers und genießen das Panorama – hier ist der Name des Hotels wirklich Programm.

01. Juli 2014 Über die neue Autobahn nach Bajram Curri ins Valbona Tal

Nach einem leckeren Frühstück das keine Wünsche offen ließ, das wir auf der Veranda des Hotels bei einem herrlichem Ausblick auf das Tal genießen, fahren wir aus dem Parkdeck raus durch die Stadt zur SH 1. Die mehrspurige Straße wirkt wie eine Autobahn. Am Straßenrand haben Obst- und Melonenhändler ihre Stände aufgebaut. Aus Nebenstraßen kann man auch direkt auf die „Autobahn“ gelangen, man wird auch mehrspurig überholt und irgendwie ist alles hektisch.
Wir wechseln zur SH30, die dann ca. 20km zur neuen Autobahn wird, eine 4-spurige, super ausgebaut Autobahn mit allem was wir aus Europa gewohnt sind. Sogar eine ganz moderne Raststätte mit Tankstelle und Restaurants, die wir für einen Kaffee und etwas zu Essen nutzen. Autobahnauffahrten sind hier nicht unbedingt zu erkennen, zwischen den Lücken der Leitplanken fährt plötzlich ein Auto auf die Autobahn. Privatauffahrt. Es ist so langweilig wie auch spannend auf der fast leeren Autobahndahin zu cruisen, die herrliche Landschaft zu betrachten und dann durch den 8km langen Tunnel zu fahren, natürlich mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

Als wir an der SH 5 ankommen hat uns Albanien wieder, die Straße ist schlecht dafür aber kurvig und wir fahren mit mäßiger Geschwindigkeit durch karstiges Gebiet. Am Pass Oafa e Shilakut verfehlen wir fast die Abfahrt nach Bajram Curri, die Straße wird noch schlechter und die Schlaglöcher nehmen auch zu. Die Straße, sofern noch vorhanden wird immer kurviger und wir müssen uns konzentrieren.
In einem kleinen Ort steht ein Mädchen ca. 3-4 Jahre alt auf der Straße und hält uns Plastikbecher mit Blaubeeren entgegen, wir fahren langsamer und das Mädchen geht auf uns zu und wir müssen schließlich anhalten. Wir wollen ihr nichts abkaufen und kurven um die Kleine herum und fahren weiter.
Nach einigen Pausen kommen wir am ersten Stausee des Drin an und suchen in Fierze eine Tankstelle, leider ohne Erfolg – die einzige Tankstelle hat geschlossen. Etwas irritiert fahren wir weiter nach Bajram Curri, eine kleine Stadt mit 5340 Einwohnern im Nordosten Albaniens. Die Grenze zum Kosovo und zu Montenegro ist nicht weit und wird auf Schildern angezeigt. Die Stadt verfügt über zahlreiche Läden, einen Markt, mehrere Hotels und ein Krankenhaus.
Wir fahren in die Stadt und halten an der ersten Tankstelle, ein Junge hängt sich aus dem Fenster und schreit „no Bensin“ und dann im Nachsatz „Hotel?“ – wenn er schon kein Benzin hat, wollen wir auch kein Zimmer bei ihm und fahren zur nächsten Tankstelle.
Dort werden wir herzlich empfangen. Wo wir her kommen fragte einer auf gebrochenem Deutsch. Wir unterhalten uns kurz während der Tankwart die Tanks füllt. Der Mann zeigt uns den Weg zu einem Hotel und wir kreisen durch die Stadt und finden in einem typischen Hotel ein Zimmer.
An der Rezeption haben wir den Eindruck nicht unbedingt willkommen zu sein, ein kritisch blickender Albaner betrachtet uns und unsere Motorräder. Doch schließlich stellen wir fest, dass der mürrische Blick einfach auf Sprachschwierigkeiten beruht, und englisch nicht wirklich versteht und deswegen unsicher ist und mürrisch wirkt
Er ist eigentlich recht hilfsbereit, kann es nur nicht richtig ausdrücken.
Nachdem wir das Zimmer bezogen haben fahren wir noch in das Valbonatal. Das Tal ist nach dem Ort Valbona und dem gleichnamige Fluss in den Nordalbanischen Alpen benannt. Das Tal ist von über 2400m hohen Bergen umgeben. Die Schotterstraße ist einfach zu fahren, sie führt entlang des Flusses in eine herrliche Landschaft. Kurz vor Valbona stoppen wir und kehren um.
Wir fahren mit einigen Fotostopps zurück nach Bajram. Das ganze Gebiet rund um das Dorf gehört zum Nationalpark Valbonatal.
Schade, dass wir das Hotel schon bezogen haben und uns auch vom Schotter haben abschrecken lassen, es wäre sicher schön gewesen in der herrlichen Landschaft das Zelt aufzuschlagen und einfach die Landschaft zu genießen. Wir fahren zurück in unser Hotel und fragen nach einem Restaurant.

Im Hotel gibte es nichts und der Kellner erklärt uns den Weg zum Restaurant, das wir auch gleich finden. Wir gehen jedoch weiter, um eins zu suchen wo wir schön draußen sitzen können, was es aber in Bajram Curri nicht gibt. Überall in den Bars sitzen Männer und schauen sich das Fußballspiel an, teilweise sind die Bars überfüllt und die Straße wirkt fast wie ein Stadion. Wir finden kein anderes Restaurant, es gibt nur eines in der Stadt. So wie im Reiseführer beschrieben haben die Albaner kaum genug Geld um sich den Luxus zu leisten und essen zu Hause. Bislang konnten wir diese Aussage des Reiseführers nicht bestätigen, doch hier in Bajram Curri ist es so.
Wir betreten das Restaurant, ein muffiger Raum mit runden Tischen, die mit dicken Decken und Platzsets ausgestattet sind. Eine Frau, die an einem der Tisch sitzt, steht auf und fragt freundlich ob wir die Karte haben möchte. Mit aufgeklappter Karte erklärt Sie auf Albanisch was es alles gibt. Sie spürt dass wir unsicher sind und sie eigentlich gar nichts verstehen. Sie fordert Barbara auf mit in die Küche zu kommen und sich die Speisen auszusuchen.

Begeistert kommt Barbara wieder, sie hat etwas für mich bestellt, genau kann sie es auch nicht sagen, es sah aber lecker aus. Schließlich kommt Frau mit zwei Tellern auf unseren Tisch zu: es gibt gebratenes, etwas fettiges Fleisch mit Salat, eingelegten Gurken und Gemüse, dazu Kartoffeln und saurer Joghurt. So richtig lecker war das gerade nicht aber es war etwas Besonderes, auch die Umgebung. Nachdem Essen gehen wir durch die immer noch belebten Straßen zurück zum Hotel und trinken bei lauen Temperaturen noch ein Bier und einen Raki auf der Terrasse des Hotels.

01. Juli 2014 zum Komani Stausee

Das Frühstück findet im Restaurant statt und es ist etwas dürftig, es gibt nur einen Kaffee, ein kleiner Mocca, etwas Wurst, keine Butter, keine Marmelade aber ein Omelette ( das arg fettig ist ). Wir haben die Motorräder schon gepackt, die Baustelle auf der anderen Seite wird gerade mit Steinen beliefert und wir können den betonierten Parkplatz gar nicht verlassen aber die Bauarbeiter unterbrechen ihre Arbeit machen Platz und wir können losfahren.
Wir fahren die Strecke zurück nach Fierze und wollen uns mal den „Fährhafen“ ansehen, wo wir die alte Fähre „Jecerka X“ am Anleger finden. Total verrostet liegt sie seit Eröffnung der Autobahn an der Stelle, der Verkehr wurde eingestellt weil es sich nicht mehr lohnte. Auf der Strecke treffen wir wieder auf das kleine Mädchen, nun ist sie aber geschminkt und hält uns wieder Becher mit Früchten entgegen, wieder stellt sie sich vor das Motorrad und fleht um den Kauf. Was ist wenn hier der „Falsche“ kommt.

Wir kommen an die Abbiegung zur SH5 und hoffen vergeblich, dass die Straße besser wird. Dafür sehen wir aber eine herrliche Panorama- landschaft, den Stausee sehen wir aber nicht – er ist einfach zu weit weg.

In Fushe Arrez halten wir am zentralen Dorfcafe und wecken Interesse bei den Menschen, sie schauen uns an aber kommen nicht näher. Die Jungs auf der Straße sind so 16 bis 20 jahre alt und flanieren auf der sandigen Straße, sie gucken sich die Motorräder an und bewundern uns.

Die Cafébesucher erzählen sich auch etwas, wobei wir sicher das Thema sind. Man spricht uns sonst aber nicht an, nur ein Mann fragt kurz „Alleman“ und fragt etwas auf Albanisch, ich antworte und er dreht sich lächelnd und zufrieden ab. Barbara kauft ein bisschen Obst und Kekse in dem kleinen Geschäft ein, wer weiß ob es auf dem nächsten Campingplatz etwas gibt.

Nach einer guten halben Stunde brechen wir wieder auf und fahren weiter auf der SH5. Immer wieder machen wir Halt und genießen die Aussicht auf die Berge. An einem Café wird ein Braunbär in einem Käfig gehalten, wir stoppen nur kurz und sehen wie sich der Bär im engen Käfig hin und her bewegt. Am Straßenrand stehen wieder Frauen mit Wasserbecken, in den sie Fische zum Verkauf anbieten.

Kurz vor Van i Dejes biegen wir Richtung Komanstausee ab. Der Asphalt ist ziemlich schlecht aber immerhin ist er befestigt. Nun sehen wir endlich den Stausee – herrlich blaues Wasser. In Komani überqueren wir die Brücke und sehen das Schild „Camping“, wir fahren runter und entdecken den Platz unter der Brücke, von denen uns die Österreicher erzählt hatten.
Ein alter Mann kommt uns entgegen und zeigt uns einen Platz. Der Camping Platz ist der Hammer, ein kleiner Platz mit in Stufen angelegtem Platz für Zelte, im Hof können für 2 – 3 Wohnmobile stehen. Unterhalb der Brücke befindet sich ein kompletter Ausbau, das Restaurant, die Waschanlagen und Toiletten sowie mehrere Zimmer sind dort untergebracht. Die Dusche ist wie so oft mit dem Stehklo kombiniert, etwas ungewohnt aber die gesamte Anlage ist sauber und ordentlich.

Wir bauen unser Zelt an dem zugewiesen Platz auf und wir richten uns ein. Die Brücke über den rauschenden Fluss ist schon recht zerfallen, das Geländer ist teilweise schon gar nicht mehr vorhanden. Der Landcruiser den wir am Vormittag auf der Strecke begegnet sind, kommt auch auf den Platz gefahren, ein junges Paar aus München stellt sich vor. Sie wollen auch wie wir am nächsten Tag die Fahrt auf dem Komani Stausee unternehmen. Wenig später rollen 7 Motorräder auf den Hof, Tschechen mit den verschiedensten Großenduros kommen nach und nach an, sie suchen sich einen Platz auf den Terrassen
Zwei von ihnen wollen morgen die Fähre nehmen und ihre Motorräder mitnehmen, den anderen ist das Ticket zu teuer – stolze 25,-€ sollen bezahlt werden. Der Sohn des Campingbesitzers kommt auf uns zu und fragt ob auch wir mit der Fähre fahren möchten. Wir erzählen, dass wir gerne die Touristenfahrt machen möchten und kaufen bei ihm die Tickets. Wir sollen am Morgen abgeholt werden – alles scheint organisiert.

Gegen Abend setzen wir uns an einen der frei aufgestellten Tische und der Wirt bringt uns die Karte, Wein und gegrilltes Fleisch oder Fisch stehen auf dem Programm, dazu Salat. Nach einer halben Stunde serviert er das Essen und wir sind mal wieder begeistert. Nach ein paar Tirana (Biere) gehen wir in unser Zelt.

03. Juli 2014 auf dem Komani Stausee

schon gegen 7:00 sind wir auf den Beinen, die Dusche ist noch frei und wir nutzen die Gelegenheit. Während wir unser Frühstück bereiten werden auch die Tschechen wach und nun ist Hochbetrieb in den Duschen. Wir sollen unser Zelt abbauen, damit der Landy-Camper, der sich am Wasser aufgestellt hatte, vorbei kommt, meint der Wirt, doch wir diskutieren solange, bis der Münchner vorschlägt seinen seinen Wagen soweit zu nach vorne zu fahren, das alle den Platz verlassen können. Klappt alles. Etwas ungeduldig warten wir bis viertel nach acht und dann wird’s hektisch, ein Opel Safira steht auf dem Hof und wir sollen schnell einsteigen. Mit klapperndem Auspuff fährt der junge Mann mit voller Ladung die Steigung hoch, wir durchfahren den nicht oder schlecht beleuchteten Tunnel und erreichen die Anlegestelle nach gut! 2km.
Auf engstem Raum erfolgt die gesamte Abwicklung des Ladeverkehr, mehrere kleine Personenfähren liegen am Anleger, hunderte Menschen entladen Autos und beladen die kleinen Nussschalen. Ein Gewusel sondergleichen. Wir finden unsere Fähre, die „Annika“ am Anleger und gehen schon mal an Bord. Die Tschechen stehen auch am Wasser und diskutieren mit den Leuten der Fähre, die alle mit blauen T-Shirts ( Corporate Identity in Albanien ) bekleidet sind.

Die beiden Tschechen mit der Yamaha Super Teneré und der BMW R1150GS ADV bleiben, während die anderen den Landweg wählen und durch den Tunnel zurückfahren.
Schließlich erscheint die Personenfähre Dragobia, die auch für größere Lasten wie Motorräder von Touristen genutzt wird. Das Busboot, ein Stahlboot mit abgeschnittenem Busoberteil, legt an.
Die Leute strömen an Bord und 6-8 Personen transportieren die Motorräder der beiden Tschechen nach und nach absolut behutsam an Bord. Die Motorräder stehen seitlich der Kabine und sind gut verzurrt und das Boot legt ab, nimmt schnell Fahrt auf und verschwindet am Horizont des See.
Auch unser Boot legt langsam ab und der Reiseführer Alban stellt sich vor, er erklärt auf der Fahrt verschiedene Höhlen, die wir kaum an den Hängen erkennen. Er erzählt auch von der Errichtung der Staudämme, der Staudamm am Ende des Komansee hat eine Höhe von mit 115m und wurde von 1980 bis 1988 durch Chinesen erbaut. Die Staumauer staut den Koman-Stausee in der Schlucht von Malgun von zwölf km² Fläche. (Veranstalter www.lakekoman-boattours.eu)
Das Wasserkraftwerk hat eine Leistung von 600MW und war damals das größte Kraftwerk in Albanien. Die Stromproduktion musste wegen Wasserknappheit wiederholt drastisch heruntergefahren werden. In Fierze, wo ein weiterer Staudamm errichtet wurde stehen die Hochhäuser, wo die chinesischen Bauarbeiter wohnten und die etwas komfortableren Villen für die Bauleitung. Heute sind alle Häuser verfallen und werden nicht mehr genutzt.
Die einfache Fahrt nach Fierze dauert rund zweieinhalb Stunden durch hohe Felswände und enge Schluchten, die an norwegische Fjorde erinnern. Ab und zu sehen wir kleinere Boote, die Personen und Waren zu Anlegestellen bringen, von dort wandern die Leute in abgelegenen Dörfern nochmal 1-2 Stunden. Die Orte sind oft nur über den Wasserweg erreichbar. Der See liegt wirklich genial in den Schluchten. Leider sieht man hier auch jede Menge Plastikmüll schwimmen, teilweise ist der gesamte See voll mit Unrat. Es wird einfach im Hang weggeschmissen und der Regen spült die Plastikflaschen in die Flüsse und damit gelangt der Müll in den See.

Wir kommen in Fierze an und gehen in das einzige Restaurant zur Mittagspause. Es ist brütend heiß und wir sitzen mit den anderen Gästen auf der Terasse im Schatten. Es gibt mal wieder leckeren Salat und Kartoffelecken. Nach einer Stunde beginnt die Rückfahrt. Alban erklärt nochmal die Situation der Autofähren, die da verrostet am Ufer liegen. Mit dem Neubau der Autobahn wurde der Betreib eingestellt und sie wurden da platziert. Ab und zu werden sie als Partyboote für Feste genutzt. So wie gestern, wo wir nur eine Fähre am Anleger sahen.
Auf halber Strecke biegen wir in einen Stich ab, es soll Pancakes geben, wir wundern uns schon, wie er das organisieren will. Doch siehe da, das Boot hält an einer kleinen Anlegestelle, wo eine Mutter mit zwei Kindern an Bord kommt. Die ältere Tochter hat eine Platte auf dem Arm und Alban verteilt die frisch gebackenen Pancakes, die super lecker schmecken.

Das Boot fährt weiter in den Stich hinein und fährt auf ein Kiesfeld auf, die Rampe wird herab gelassen und die Passagiere können zum Baden aussteigen. Einige haben Badesachen dabei und genießen die Kühle, ich gehe nur bis zu den Knien ins Wasser, es ist ziemlich kalt. Die Sonne steht schon tief und knallt während der Rückfahrt ins Gesicht, es mal langsam Zeit wieder von Bord zu kommen, die Aussicht ist wie morgens und nach knapp 7 Stunden und sehen wir auch endlich den Anleger.

Schnell ist angelegt und die Passagiere von Bord, unser Abholer steht auch schon bereit, um uns zum Campingplatz zurück zu fahren.
Es war eine gelungene Tour und wir erzählen beim Abendessen noch von den Geschehnissen. Es gibt wieder Salat und zweimal Fleisch vom Grill, dazu das leckere Tirana-Bier und als Abschluß einen Raki. Der Wirt verkauft mir noch einen halben Liter von dem goldbraunen Raki, falls es in den nächsten Tagen nichts gibt.

04. Juli 2014 Zum Skodra See

Wir frühstücken nach dem wir das Zelt abgebaut und verstaut haben beim Wirt. Es gibt landestypisch Kaffee, Weißbrot, Tomate und Gurke, Butter und Wurst. Wir schauen dem Treiben auf dem Platz zu, wieder warten Gäste ungeduldig auf den Abholer und wieder läuft der Wirt hin und her, um den Gästen alles zu bieten. Wir bezahlen unsere Rechnung und verlassen dann auch den wirklich schönen Campingplatz.

Entlang des Flusses fahren wir auf der schlechten Straße Richtung Skodra. In Lac halten wir am Supermarkt und kaufen ein paar Lebensmittel ein, ein wenig Wurst, Käse und Brot.
Nach kurzer Zeit erreichen wir Skodra und fahren die kleine Straße nach Mes, wo wir die Brücke von Mes oder auch Ura e Mesit suchen. Die osmanische Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert überspannt den kleinen Fluss Kir mit 13 Bögen. Der Fluss ist jetzt nur ein Rinnsal im Schotterbett, wo einige Kinder im Wasser spielen.

Bei sengender Hitze fahren wir den Weg zurück nach Skodra und wir quälen uns durch die Stadt. Zu unserem Erstaunen sind hier sehr viele Radfahrer unterwegs, wir fahren bis zu einer Geschäftsstraße und halten am Straßenrand, Barbara sucht einen Bankautomaten, während ich die Leute beobachte.

Auf dem Gehweg sind zig Stände aufgebaut, die Händler verkaufen Hüte, Schuhe, Tabak, Zigaretten oder schleifen Messer. Wir setzen uns gegenüber ins Café und trinken einen kleinen Kaffee mit Keks. Das anschließende Eis ist nicht so lecker wie es aussieht aber man muß es ja probieren.

Wir fahren wieder aus der Stadt heraus zum See, wir suchen den Campingplatz Lake-Shkodra-Resort , wo Petra und Siggi schon auf uns warten. Wir stehen an der Rezeption und sind zuerst entsetzt, wie ordentlich ist das denn hier, alles neu und die Stellplätze in Reih und Glied. Wir erhalten eine Karte und fahren neben den Platz von Petra und Siggi. Wir unterhalten uns bei Kaffee und Keksen über das bisher erlebte und freuen uns wieder zusammen zu sein. Wir gehen schließlich in den flachen See, das Wasser kühlt nicht ab, es hat die gleiche Temperatur wie die Luft.
Wir genießen den Nachmittag auf der Liege und im Schatten. Am Abend gehen wir mit Petra und Siggi in das Ressort Restaurant. Das Essen ist etwas teurer als üblich aber auch sehr gut, der Wein und das Bier sind ebenfalls wieder lecker und so lassen wir den Abend ausklingen.

05.Juli 2014 Ruhepause am See

mir geht es nicht gut, der Darm dreht durch und wir beschließen heute nichts zu machen. Bericht schreiben, im Stuhl sitzen, nix tun, baden, lesen, baden, nix tun und wieder nix tun.
Petra und Siggi fahren eine Runde mit ihren Motorrädern und sind nach etwa 2 Stunden total verschwitzt wieder zurück, es ist zu warm 35°C.

06.Juli 2014 Fahrt nach Thet

Die Straße ist bis Boge asphaltiert, dann wird gebaut und schlecht passierbar, Baufahrzeuge stehen auf der Straße und hobeln die Felsen ab. Wir probieren es am Sonntag, in der Hoffnung dass dann nicht gebaut wird und die Bauarbeiteter auch mal eine Pause machen. Und so fahren wir ohne Gepäck nach Koplik und finden die Abbiegung zunächst nicht, das Navi-Kartenmaterial ist nicht ausreichend und wir suchen die Ortschaften, die ebenfalls schlecht auszumachen sind. Doch irgendwann finden wir die gut asphaltierte Straße nach Boge, die Berge sind schon im Visier, eine herrliche Aussicht.
Ab Boge beginnt die Baustelle, platt planierte Schotterpiste, auf den Geraden sehr gut befahrbar, in den Kehren ist es aufgewühlt und wir müssen uns anstrengen, immer den Stoß auf die Fußraste und Blick nach oben, dann klappt es. Barbara mag nicht weiter fahren und so „düse“ ich alleine weiter.

Irgendwann erreiche ich die Stelle, wo die Bagger den Felsen begradigen, der grobe Schotter liegt auf der Straße verteilt, es ist mühsam vorbei zu kommen. Die Baufahrzeuge stehen an der Seite und keiner arbeitet, ist ja schließlich Sonntag.

Nach gut 6 km ist die Baustelle zu Ende und die „Naturstraße“ beginnt, anfangs ist die Straße gut befahrbar, dann wachsen die Felsen aus dem Boden und die Absätze werden immer heftiger. Das Navi zeigt noch 12km bis zum Ziel, meine Kräfte lassen langsam nach und ich überlege umzukehren. Völlig verschwitzt stehe ich auf einem geraden Stück und erhole mich.
Ein Landrover, ein Mitsubishi, gefolgt von einem hupenden Kleinbus kommen an meinen schönen Aussichtspunkt vorbei – ich schiebe das Motorrad zur Seite und merke, dass meine Kraft extrem wenig geworden ist – und beschließe umzukehren.

Die Aussicht ist gigantisch und die Abfahrt ist schnell erledigt. Bei Barbara angekommen fahren wir zusammen nach Boge und trinken eine Cola und bestellen etwas zum Essen (Schafkäse und Chips), die Frau ist extrem eifrig und stellt uns zusätzlich Wasser Brot, Erdnüsse auf den Tisch. Der Kampf um die Touristen hat schon begonnen, der Mann von gegenüber hatte auch schon aggressiv um uns geworben, wir entschieden uns aber für die Frau.
Der Platz war einfach schöner. Nach einem Stück Käse und Patates bezahlen wir und runden wie üblich auf. Die Frau ist derart begeistert, dass sie noch einen Korb mit Äpfeln und Aprikosen heranträgt und uns die Früchte aufdrängt. Wir nehmen jeweils eine Aprikose, die sau gut schmeckt und einen Apfel.

Auf dem Campingplatz gehen wir noch mal baden und beschließen einen weiteren Tag zu bleiben. Petra und Siggi haben schon gepackt als wir zurück kommen, wir feiern beim Abendessen unseren Abschied.

07.Juli 2014 Besuch Skodra

Nachdem wir den Beiden zum Abschied gewunken haben, gehen wir zu Fuß zur Straße und stehen wenn es hoch kommt 2 Minuten. Statt des Minibusses hält ein privater Pkw und nimmt uns mit in die ca. 20km entfernte Stadt. Auf die Frage was er bekommt, winkt er ab – er hat uns einfach mitgenommen und wünscht uns einen schönen Tag in der Stadt.
Wir bummeln durch die Hauptstraße, Cafés und Geschäfte mit allen möglichen Sachen. An der Straße stehen kleine Stände, die Händler verkaufen Früchte, selbst hergestellten Wein, Raki, Tabak oder Olivenöl. Wir erreichen den Obstmarkt, viele kleine Händler und Bauern in ihren ländlichen Trachten kommen hierher – zum Teil nach einem weiten Weg von den Bergen – um in der Stadt ihre Produkte zu verkaufen. Sie bieten ihre Früchte, Gemüse und Fisch sowie Käse an – der Fisch liegt oftmals zappelnd im Wasser oder am Boden, eine Fischhändler nehmen Fische aus, es riecht ganz übel.

Wir schauen uns die Ebu-Bekr-Moschee an, die in der Sonne ein herrliches Bild bietet und machen in einem nahe gelegenen Cafe und herrlichen Bäumen Pause und geniessen einen Kaffee und ein Soda Lemon (das kannten wir zu Hause noch nicht, schmeckt aber lecker).
Im Schatten ist es gut auszuhalten und nach einem kurzen Nickerchen gehen wir weiter in die wunderschöne Flaniermeile und bummeln durch die Gasse mit den schick aussehenden Fassaden.
Eigentlich wollten wir uns noch die Burg Rozafa ansehen, die eine schöne Aussicht auf die nordalbanische Landschaft mit den Alpen im Hintergrund, dem See und der Stadt haben soll. Doch die Stadt ist plötzlich wie leer gefegt, die Händler sind weg, die Läden geschlossen und wir haben schließlich auch genug von der Stadt und gehen zum Kreisverkehr, wo auch schon ein Minibus Richtung Koplik bereit steht. 200Lek bezahlen wir und nennen unser Ziel. Kurz bevor wir das Schild zum Campingplatz erreichen, kündigt der Fahrer unser Ziel an und wir steigen verschwitzt aus.
Am Campingplatz gehen wir noch mal eine Runde Baden und sortieren alles für die Rücktour. Ein letztes Mal Abendessen im Restaurant am See.

Rückfahrt und Besuch in Dubrovnik
08.Juli 2014 über Montenegro nach Dubrovnik

ganz früh sind wir schon auf den Beinen, alles ist eingepackt und wir könnten frühstücken gehen aber das Restaurant öffnet erst um 8:00. Wenn das Brot noch nicht fertig ist wird es auch mal später, so wie heute. Das Frühstück ist aber ausgezeichnet, mit allem was die albanische Küche zu bieten hat. Omelete, Käse, Wurst und das leckere Weißbrot.
Schließlich fahren wir Richtung Shkodra, ich muss noch Luft prüfen, dabei stellen wir fest, dass die Tankstellen nicht über Luftstationen verfügen, diese gibt es hier so nicht. Wir halten schließlich bei einem Reifenhändler, der die Reifen mit ausreichend Reifendruck versorgt.
Wir quälen uns durch die volle Stadt, Autos, Händlerkarren, Radfahrer und Fußgänger wuseln in der belebten Stadt. Wir finden den Abwzeig über die Brücke des Buné auf die E851zur Grenze von Montenegro.
Plötzlich stehen wir an der Grenze vor einer langen Autoschlange. Eine Sintifrau kommt mit bettelnder Hand und Kind auf dem Arm auf mich zu und schreit, „nix Auto“ und zeigt auf die überdachte schmale Durchfahrt, wo wir dann auch hinfahren. So fahren wir an über 50 Autos vorbei und fahren auf dem engen Weg zur Grenzstation. Die Formalitäten sind mit aufgesetztem Helm schnell erledigt und wir können weiter, die Papiere werden hier von den Albanern zu den Montenegrern weitergegeben und so gibt es nur diesen einen Halt – das ist doch fortschrittlich.

Bei Vladimir, ein unscheinbarer Ort fahren wir auf die kleine Straße Richtung Shkodra-See, die Straße ist eng und steigt stetig an. Ein VW-Golf aus den Anfängen der 80er fährt mit einer Russwolke vor uns her , er fährt freundlich zur Seite und lässt uns passieren. Auf dem Berg stehen Funkmasten, etwas abseits bunkerähnliche Gebäude, die wohl aus einer anderen Zeit stammten. Auf der Ostseite der Bergkette ist alles grün, der Himmel bezieht sich bedrohlich. Ohne Halt fahren wir die Panoramaroute entlang, es fängt auch leicht an zu tröpfeln.
Wir verzichten aufgrund der Wärme darauf Regensachen überzuziehen und fahren weiter. An den Straßen stehen Wein- und Obstlerverkäufer, im Nachinein bedauere ich, nicht angehalten zu haben nur weil es regnet.
Wir kommen in Virpazar an und suchen die kleine Straße über die Bergkette bei Sitonici und finden sie auch schließlich. Nach zwei Kilometern kommen wir an eine Baustelle, die Arbeiter machen gerade Pause und wir überqueren ihre frisch betonierten Reparaturstellen. Sie haben extra Bohlen über die Stellen gelegt aber Barbara fährt mittendurch und stellt ihren Fehler erst später fest.

Die Straße wird immer schmaler und schließlich endet sie auf einer Wiese, sehr idyllisch aber wir sind wohl falsch. Also kehren wir um, hoffentlich machen die Bauarbeiter noch Pause, denkt Barbara sich. Als wir dort wieder ankommen, gibt es freudenstrahlende Gesichter, die Stelle war schon wieder gerichtet und ein Bauarbeiter winkt mit einer Wasserflasche – alles ok, wir kommen unbeschadet davon. Die Abbiegung nach Komarno kommt uns ähnlich klein vor, so dass wir den Bogen über Podgorica in Kauf nehmen, wir hatten schon viel Zeit bei der Bergstreckensuche verschenkt. Die Strecke ist langweilig aber wir sehen den Shkodra-See wieder und biegen kurz vor Podgorica nach Cetinje ab. Auch die 3 ist langweilig und breit ausgebaut.
An einem Rasthof bei Bolnica machen wir Pause und trinken einen Kaffee, Barbara geht zur Toilette als sie total aufgregt zurück kommt. Irgendwas hat mich gestochen, ruft sie aufgeregt. Am Nachbartisch springt ein junger Mann hoch, holt aus dem Cafe einen Löffel und die Zuckerdose und drückt ihr den Löffel in die Hand. Barbara soll 3 Löffel Zucker zu sich nehmen, verwundert aber ohne Widerworte vertilgt sie die 3 Löffel, der junge Mann drückt dann den Motorradschlüssel auf die Stiche und meint beruhigend dass jetzt alles ok sei. Der Kellner aus dem Rasthoft bringt noch ein paar Eiswürfel. Die Hand schwillt nicht ganz so stark,die Stiche tun zwar weh aber dennoch ziehen wir uns nach einer halben Stunde an und fahren los.
Über Cekanje führt uns die kurvigen Bergstraße R1 nach Erakovici, die Fahrt macht auch beladen nun richtig Spaß. Schließlich befahren wir den Lovcen-Pass, eine herrliche Landschaft in dem Hauptgebirge und Nationalpark Lovcen. Wir kommen aus einenm Fahrvergnügen in das nächste, wir treffen auf die Bucht von Kotor, dem südlichsten Fjord Europas. Die Aussicht über die Bucht ist einzigartig, das blaue Wasser, die weißen Schiffe und die Häuser aus fast 1000m Höhe. Wir halten am Sightseeingpunkt an und bewundern die Aussicht.

Nach den ersten Serpentinen folgen noch 50 weitere, es hört gar nicht mehr auf. Barbaras Hand hat sich wieder normalisiert, leicht geschwollen aber ohne Schmerz, Zucker hilft anscheinend. Am Ende der Serpentinenstrecke kommen wir in Kotor an, wir biegen in die Stadt ab und denken, die Strecke am Wasser entlang kann ja nicht so weit sein.
Ist sie auch nicht aber so schön wie die Strecke ist, so voll und langsam ist sie auch – die Zeit wird lang.

Als wir an der Fähre ankommen, ist diese schon fast am Ablegen. In letzter Minute kauft Gerd noch die Tickets für uns und wir dürfen die letzte Lücke auf der Fähre über die Meeresenge füllen. Nach ca. 10 Minuten sind wir auf der anderen Meerseite angekommen und fahren dann entlang der Küste noch mal eine Stunde bis zur kroatischen Grenze.
Auf der dann wirklich langweiligen D8 fahren wir bis zum Campingplatz Kate in Mlini bis kurz vor Dubrovnic. Der Platz ist ziemlich voll aber wir finden noch ein schnuckeliges Plätzchen unweit der Hauptzufahrt. Nach dem Zeltaufbau und einer kurzen Pause gehen wir über die endlosscheinenden Stufen zum Meer und gehen schwimmen. Später nach dem Duschen gehen wir wieder runter zum Strand und suchen uns ein Lokal, uns trifft der Schlag 0,4l Bier für 3,80€ und dann die Essenpreise, mindestens 9,00€ für eine einfache Pasta. Wir haben aber keine Lust mehr herum zu laufen und bestellen Spaghetti Fruiti di Mare und Spaghetti Aglio e Olio und sind nun auch von der Qualität enttäuscht. Die Fruiti di Mare sind mit Kartoffelwürfel durchsetzt um Volumen zu erzeugen, Barbaras Spaghetti sind versalzen. Also noch ein Bier, damit es nicht so weh tut.

09.Juli 2014 ein Tag Dubrovnik

Die südkroatische Hafenstadt Dubrovnik soll ein außergewöhnliches historisches Ambiente und eine besondere Atmosphäre haben. Wir nehmen uns eine Tag Zeit um das festzustellen. Wir stehen zeitig auf und fahren mit dem Bus in die Innenstadt. Während der Anfahrt im völlig überfüllten Bus, bekommen wir schon den ersten Eindruck von dem Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Stadtmauer sieht man vom Bus aus, eigentlich sollte der Blick reichen, denn tausende Menschen pilgern in die Eingangstore der Stadtrepublik.Alles spielt sich tatsächlich in dem Innenkreis der hohen Stadtmauern ab. Der Zugang auf die Stadtmauer kostet 24€ Eintritt, das sparen wir uns denken wir. Jedes Museum kostet Eintritt, viele Führungen von Gruppen stehen in den Gassen und sperren die Straße. Nach der ersten halben Stunde haben wir schon keine Lust mehr aber wir halten durch, gehen durch die engen Gassen und schauen uns einige Läden an. Hier werden nicht nur der übliche Souvenier-Quatsch sondern auch teure Klamotten, Hüte oder Schals, Schmuck und Bilder verkauft.
Der Besuch der Kirchen ist frei und wir finden einige, die offene Türen haben in denen auch nicht viel los ist. Schließlich pausieren wir in einem kleinen Café außerhalb der Stadtmauer mit herrlichem Blick über das Meer und die angrenzenden Inseln. Die Luft ist wunderschön kühl und schattig. Der Blick auf die Getränkekarte beweist, dass dies ein besonderer Ort ist. Eine Cola (0,2l) für 4,20€, nun ja der Blick ist schon und die leichte Brise verschafft Abkühlung.

Wir wandern weiter zum Hafen, kaufen unser Bootsticket für die Rückfahrt, es dauert noch ein wenig und wir setzen uns in den Schatten am Rande der Stadtmauer. Barbara besorgt etwas zum Essen und zum Trinken und wir genießen den Ausblick auf den Hafen. Für Leute die noch nie da waren, kauft Euch ein Buch, da sieht man mehr, für Leute die schon da waren und nochmal hin wollen, bleibt weg und behaltet Eure Erinnerungen. Die Altstadt ist mit dem Touristenstrom völlig überfordert.
Das Boot legt an und wir sitzen in der ersten Reihe, es ist richtig Wellengang und die Bootstour macht mir Spaß, ab und zu spritzt auch Wasser über die Rehling. Als wir den ersten Hafen Srebreno erreichen sagt der Käptn, dass Mlini wegen des Wellengangs nicht angefahren wird. Wir steigen aus und gehen zu Fuß entlang der Promenade zurück zum Campingplatz.
Nachdem wir den Kulturschock verdaut haben gehen wir ins Meer schwimmen, der Wellengang war immer noch heftig und es macht riesigen Spaß sich treiben zu lassen.
Am Abend gehen wir etwas preiswerter Essen, wir waren nun ja auch schon etwas von den albanischen Preise kurriert und schauen uns das Halbfinale Deutschland-Brasilien in einer Bar am Wasser an. Das Bier war hier relativ preiswert und wir können gut sehen, als es zur Halbzeit 5:0 stand sind wir zurück zum Zelt und gehen schlafen.

10.Juli 2014 Rückfahrt über Bosnien-Herzegowina

am Morgen hören wir dass WIR 7:1 gewonnen haben, das soll uns noch mehrfach zu Gute kommen.
Wir fahren bei noch schönem Wetter auf die 8 und biegen auf die 20 Richtung Trebinje und erreichen nach gut 20 Minuten die Grenze zu Bosnien-Herzegowina, wo wir begeistert empfangen werden. „Alemann, Brasil gut gut“ wir brauchten nur den Personalausweis alles andere interessierte nicht, auch der Helm blieb wieder oben. Mit den besten Wünschen zu WM fahren wir weiter.
Die Wolken hängen tief, aber es bleibt trocken, jedoch nach knapp einer Stunde war´s vorbei und der Himmel öffnete die Schleusen, kurz vorher ziehen wir unsere Regensachen über und fahren auf der nun glatten Straße langsam weiter. Bei Avtovac biegen wir bei Starkregen nach Mostar ab. An einer Tankstelle bei Gocka halten wir und tanken und suchen unsere dicken Sachen raus. Wir wollen uns in dem Café angrenzenden aufwärmen.
Leider fehlt die Heizung und der total verrauchte Raum läßt uns nicht lange hier sitzen. Die M6.1 führt uns durch eine herrliche Landschaft, die Wolken hängen tief, es ist kalt und es regnet wie aus Eimern. Eigentlich ist die Landschaft, die wir durch die Regentropfen sehen, wunderschön.

In Mostar regnet es nicht mehr, die Straßen sind aber anfangs noch nass, es ist richtig warm. Fast 28°C erwarte uns bei der Parkplatzsuche im Zentrum der Stadt.
Die im 16. Jahrhundert erbaute Brücke über den Fluss Neretva galt als Meisterwerk der damaligen Baukunst, 28m lang und 19m hoch. Sie galt auch als Wahrzeichen für Frieden zwischen den Kroaten, Serben und Bosniern und wurde am 9. November 1993 von den Truppen der bosnischen Kroaten zerstört.
Mit der Zerstörung der Brücke sollten die bosnischen Truppen im Westteil der Stadt vom Nachschub abgeschnitten werden. Nach Ende des Krieges wurde sie aufwendig rekonstruiert und sehr schnell mit den alten Steinen, die im Fluss lagen wiederaufgebaut. Die Brücke wurde im Juli 2004 wiedereröffnet. Die Einigung der gespaltenen Stadt konnte nicht erreicht werden. Mostar ist auch heute noch ethnisch geteilt.
Wir mischen uns unter die zig Touristen in die Fußgängerzone, die mit Souvenierläden überfüllt sind, Touristen stehen in den engen Gassen, behindern sich gegenseitig. Uns wird es nun schon warm in den Motorradklamotten aber wir stiefeln weiter zur Brücke. Nun stehen wir auf der Mitte der kleinen Bogenbrücke und können zu beiden Seiten schauen, es ist schon beeindruckend auf dem neugeschichtlich wichtigen Punkt zu sein.
Doch der Rummel nervt uns und wir gehen zurück zu den Motorrädern. Wir nutzen dennoch die Gelegenheit in einem Shop Aufkleber einzukaufen, Barbara findet sogar noch eine Hose für sich, eine typische Pumphose. Wir steigen wieder auf die Motorräder und fahren raus aus der umtriebigen Stadt und wir fahren wieder auf der 17 in Richtung Norden. Die tiefen Wolken versprechen nichts Gutes und öffnen auch wenig später die Schleusen und es regnet wieder. Wir fahren durch eine abwechslungsreiche und sehr schöne Landschaft. Wir sind gut drauf, kommen gut voran, aber es gießt in Strömen, dann wird´s weniger aber die Straßen sind nass.

Irgendwann fährt ein Lkw vor uns, an Überholen ist nicht zu denken, die engen Straßen, Kurven und der Regen, irgendwie gibt es keine Gelegenheit. Ein roter Golf quetscht sich aus der Nebenstraße vor uns, etwas genervt möchte ich ihn überholen, klappt aber nicht. Als er dann endlich rechts blinkt und der Lkw nach links blinkt, denke ich ja nun schnell durch, aber das war mein Fehler. Es ging nur rechts oder gerade aus, der Lkw konnte bei grün geradeaus fahren und der Pkw hielt vorschriftsmäßig bei Rot an. Am Pkw war ich schon vorbei als ich das Schild rechts abbiegen sah und ich bog rechts ab. Barbara hinter mir her. Damit hatte ich den roten Pkw bei roter Ampel überholt und fiel den Polizisten förmlich in die Arme, die auf derart Verkehrssünder warteten. Der Polizist hob die Kelle und wir fahren rechts ran, „rotte Ampel“ sagte er, ich tat unwissend, denn ich hatte sie ja nicht gesehen. Ich versuchte zu erklären, dass ich die Ampel aufgrund der Witterung und des vorwegfahrenden Lkw, der die Gischt hochwirbelte nicht sehen konnte. Er zeigte wenig Verständnis und wies mich an zu seinem Kollegen in das Polizeiauto zu steigen. Das Auto war ein Lada, der schon einige Jahre im Dienst war, die Sitze waren schon arg durchgesessen und auch sonst nagte der Zahn der Zeit an der Ausstattung. Der Polizist holte einen Bock und versuchte mir zu erklären, dass ich 55€ zu zahlen hätte, meine Frau nicht weil ich ja der Chef bin. Ich solle den Bogen ausfüllen und morgen im Büro bezahlen. Ich zog meine Börse aus der Jackentasche und wollte ihm das Geld geben, das ging aber nicht, das muss der Kollege vom Büro übernehmen. Schließlich einigten wir uns darauf, dass ich mit dem Zettel zur Dienststelle fahre, dort bezahle und mit der Quittung meine Papiere wieder bekomme. Das Ausfüllen des Formulars viel ihm sichtlich schwer und immer wieder bat er seinen Kollegen um Hilfe. Endlich hatte ich den Zettel in der Hand und fuhr zur Dienststelle in den Ort. Barbara blieb weiterhin am Ort des Geschehens stehen und wartete. Prozor ist eine Kleinstadt und ich fand die Polizeistation ziemlich schnell. Ich übergab den Zettel und das Geld, doch der Zettel war für den Polizisten gar nicht lesbar und der rief dann bei jedem zweiten Wort den Streifenpolizisten an, nach 10 Minuten war es dann erledigt. Ich fuhr zurück und erhielt meine Papiere. Weiterfahren, freundlich lächeln und ärgern.

Nun war es schon spät und wir hatten auch unsere Tageskilometer zusammen, also suchten wir mit dem Navi ein Hotel. Es zeigte 2 Hotels an, doch das waren Ruinen, also weiter zum nächsten. In einem Industriegebiet bei Bugojno steht ein Schild Hotel Diskoteka. Da halten wir an und fragen nach einem Zimmer. Die Motorräder stehen auf dem Parkplatz ganz gut und wir beziehen die etwas miefige Bude im dritten Stock. Das Fenster geht nach hinten zur Produktionshalle, wo tiefgefrorenes Obst und Säfte hergestellt werden.
Das Abendessen gibt in dem großen Speisesaal, die Tische sind mit schweren weißen Tischdecken und roten Läufern und schweren Geschirr gedeckt, Weingläser mit Stoffservierten stehen neben dem Besteck. Sehr feudal das Ganze. Auch der Kellner weiß wie man bedient. Er gibt uns die Karte mit einer riesigen Auswahl an Essen. Wir wollen bestellen. Leider stellt sich heraus das de meisten Speisen der Karte „aus“ sind.. Nach unserem ersten Bier trinken wir zum Essen auch Rotwein, um dem Ambiente gerecht zu werden. Die Küche hat zwei Richtungen, Balkan und Ungarn und ist samt Nachtisch eine runde Sache.
An der Bar nehmen wir anschließend noch einen Absacker. In der Nacht hören wir den Ladeverkehr der Halle und das nervt dann doch ein wenig.

11.Juli 2014 wieder Kroatien und weiter nach Ungarn

Eigentlich wollten wir über Travnic am Dorf Paklarevo über die Bergkette Vlasic fahren. Doch aufgrund des Dauerregens haben wir die einfachere Route auf der 5 gewählt, die uns in Jajce auf die 16 in Richtung Banja Luka führt. Die Straße wird nun richtig schlecht, Spurrinnen versauen das Fahren und es fängt wieder an zu regnen. Die Landschaft ist schön, wir fahren am Fluss rechts und links Felshänge, Schluchtenartig. Wir durchfahren Tunnels, überqueren Brücken und Täler aber wir sehen nicht viel davon. So zieht es sich bis Banja Luka im Dauerregen.
Auch einen kurzen Bummel in Banja Luka lassen wir wegen des Regens ausfallen, wir fahren weiter zur Grenze nach Gradiska. Die Straße zieht sich anfangs am Fluss entlang und ist dann ziemlich gerade, was uns bei dem Wetter nicht weiter stört. Als wir den Ort gegen halb eins erreichen, stehen wir schon am Grenzposten, wieder reicht dem Zöllner der Kfz-Schein und Personalausweis und wir fahren über die Stahlbrücke über die Save, dem Grenzfluss zwischen Bosnien-Herzigowina und Kroatien. Es regnet weiter und der kroatische Grenzposten winkt uns durch.

In der Gegenrichtung ist der Grenzstau erheblich, Urlaubsbeginn in Europa.
Die Landschaft wird nun flacher und die Häuser und Gebäude werden ärmlicher, die Straßen die nun die Nr. 5 trägt werden schlechter.
In Grubisno Polje machen wir in einem Cafe mit Terrasse Pause, es ist kalt aber so wie wir durch und durch nass sind können wir das keinem Cafe-Besitzer zumuten, sein Mobiliar zu ruinieren. Wir hoffen, das der warme Kaffee uns soweit erwärmt, dass wir den Plattensee noch lebend erreichen. Die Regensachen bleiben an und fahren auf den nassen Straßen weiter.
Gegen halb vier haben wir auch die Grenze nach Ungarn in Barcs erreicht, es regnet wieder in Strömen und wir fahren genervt weiter.
Das Land ist flach und wir kommen durch kleine Dörfer mit niedrigen Häusern, wie man sie eben aus Ungarn kennt. Auf den Strommasten sind Storchennester, die auch oft bewohnt sind. Die Häuser wirken alt und verkommen aber die Leute leben hier.
Es regnet, jedes Dorf sieht ähnlich aus, alte Straße, Strommasten an der Straße, Straßengraben und die typischen ungarischen Häuser mit den niedlichen Scheunentoren. Es wirkt irgendwie romantisch, wenn es nicht so regnen würde und die Anmutung eines Zerfalls nicht da wäre. Am Plattensee haben wir uns bei Erreichen der Kreuzung für das Westufer entschieden ud wir fahrn in die Stadt Kesztely. Der Regen hat mittlerweile tatsächlich aufgehört und es ist sogar wieder warm geworden. Wir finden das Hotel Krystally. Wir haben auch keine Lust mehr nach über 400km Kälte und Regen noch länger zu suchen, der Preis von 70€ ist ok. Wir checken ein, entladen die Motorräder und duschen uns warm.

Nachdem die Welt nun wieder in Ordnung ist, gehen wir in das nahegelegene Stadtzentrum, wo wir ein Volksfest in der Fußgängerzone vorfinden. Geboten werden neben Volkstanz auf der Bühne, einzelne Künstler in der Straße, Wurstbuden und Buden mit Obstlerverkauf. Ein lebendiges Treiben in den netten Häuserzeilen der Innenstadt.
Nach unserem ersten Rundgang gehen wir in ein landes- oder auch stadttypisches Lokal, der Innenhof ist mit Tischreihen ausgestattet, Wein rankt am Gemäuer. Zuerst ein Bier und dann das typische ungarische Menü und anschließend einen Schnaps. Danach gehen wir müde in unser Hotel und schlafen schnell ein.

12.Juli 2014 Sightseeing in Kesztely

nach dem Frühstück gehen wir zum Strand bzw. zum Ufer des Balaton. Das Wetter lädt nicht gerade zum Baden ein, obwohl es herrlich warm ist, aber ziemlich diesig. Angler sitzen am Ufer und viele Touristenboote liegen am Steg, wir beobachten das Treiben und gehen dann durch den Helikonpark zur Innenstadt. Wir gehen in die Pfarrkirche und können uns die Probe des Chors anhören. Herrlicher Kirchengesang mit toller Akustik. Auf dem großen Marktplatz sehen wir eine gotische Kirche, die zu den ältesten Gebäuden der Stadt gehört. Unmittelbar neben der Kirche ist die sitzende Statue von György Festetics montiert. Der Mann sitzt leger auf der Bank, auf der sich viele neben ihm setzen um fotografiert zu werden. Das Museum und viele großartige Gebäude sind rund um den Marktplatz aufgereiht. Wir erreichen wieder die Fußgängerzone und schlendern zwischen den Geschäften und den Buden zum Schoss.

Das barocke Schloss Festetic aus dem Jahre 1745 gilt heute als eines der prachtvollsten Schlösser in Ungarn und bietet mit dem schön angelegten Park ein Anziehungsmagnet. Vor dem Schloss befindet sich ein Springbrunnen, wo sich Paare in der Sonne fotografieren lassen. Im Schloss selber sind vor allem die Bibliothek, das Museum und die verschiedenen Ausstellungen interessant.
Uns kann das aber bei dem schönen Wetter nicht einladen und wir spazieren in den hinteren Schlossgarten.
Neben den üblichen Holzspielen für Kinder und Wurstständen hat sich eine Reiterstaffel mit ungarischen Uniformen eine Koppel aufgebaut und präsentierten sich dort. Auch eine ungarische Musikkapelle mit Geigen und Gesang gaben ihr Bestes.

Wir halten uns hier in dem lustigen Treiben ein wenig auf und gehen dann zurück zum Hotel, wo wir den Nachmittag mit Wellness in der Sauna und im Whirlpool ausklingen lassen.
Am Abend genießen wir nochmal das landestypische Abendessen, diesmal jedoch in einem touristisch, versautem Lokal. Eigentlich sah es ganz nett aussah aber kleine Portionen zu hohen Preisen liefert. Egal es war dennoch ganz nett und wir gehen zufrieden zurück ins Hotel.

13.Juli 2014 nach Wien und wieder mit der Bahn

Wir lassen uns Zeit beim Frühstücken und ebenso beim Packen der Motorräder, gegen halb zehn starten wir unsere letzte Motorradetappe, die Abschiedstag von der bislang wunderschönen Reise. Auf zunächst kleinen Straßen fahren wir durch kleine Dörfer mit kaum aussprechbaren Namen. Idyllisch und nett sieht es aus, der Himmel ist bedeckt aber es ist noch trocken. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die kaum erkennbare Grenze zwischen Ungarn und Österreich, hinter Rechnitz fahren wir auf der B56, die Burgenlandstraße. Herrliche Kurven und super Wetter begleiten uns eine ganze Weile. In Lockenhaus halten wir im Gasthaus Schöhle und essen eine Kleinigkeit. Als sich der Himmel zuzieht, beschließen wir weiter zu fahren. Wir kommen genau zwei Kurven weit, die Regenwand kommt förmlich auf uns zu. Kurzentschlossen biegen wir links auf die überdachte Tankstelle. Das war knapp, ein Wolkenbruch kommt herunter. Regenjacken an und nach gut zwanzig Minuten geht es weiter. Nach etwas mehr als vier Stunden mit einigen längeren Pausen kommen wir schließlich in Wien an. Wir finden den Bahnhof schnell und suchen die Verladestation. Etwas genervt von der schlechten Parksituation stellen wir uns an einem Parkhaus ab und warten bis zur Verladung.
Um halb neun fing die Verladung an, die Anweisung des Lademeister die Gepäckrollen vom Motorrad zu entfernen, ignorierten wir. nach der Auffahrt werden wir wieder von dem arroganten Lademeister darauf angesprochen. Als ich die Verzurrer ansprach was das ganze solle, meinte der „passt scho“ und ich sah den Lademeister auch nicht mehr und dann rollte der Zug auch schon.
Wir haben noch zwei Mitfahrer im Abteil, die leider nichts vom Fußball hören wollen, es ist Finale und die Deutschen spielen gegen Argentinien. Wir legen uns hin und Barbara hat ihr Radio klar gemacht – ab und zu gibt sie mir den Kopfhörer, erst in der Verlängerung fiel das 1:0 Deutschland ist Weltmeister und wir jubeln leise. Zwischendurch schickt Eike aus Deutschland kurze SMSen über den Spielstand.br>

14.Juli 2014 wieder zu Hause

Die Nacht ist unruhig, mitten in der Nacht steigen unsere Begleiter aus und wir kommen relativ pünktlich in Hamburg an. Der Verladeort und Zeitpunkt dauert aber noch, erst nach zehn Uhr können wir endlich die Motorräder von den Wagons herunterfahren. Wir sind nach 4000km und wahnsinnigen Eindrücken wieder zu Hause.

 

Infos zu Albanien

 

 

Eifelausfahrt

Tagestour Eifel – Luxemburg

 

schon früh fahren wir von Welcherath über Reimerath, Hünerbach nach Kelberg, weiter die B410 nach Gerolstein. Dann die L24 bis Höhe Densborn, wo wir nach Westen auf die L33 biegen und schließlich die L32 bis Seiwerath und dann die L10 bis Schönecken, dort die L5 bis Prüm. Dort, besser in Niederprüm besuchen wir den Yamahahändler und Gespannbauer Fritz März. Nachdem wir uns ausgiebig das Gespann und die TR1 angeschaut haben fahren wir weiter die B265 bis Tafel und weiter die L17 zur Sellericher Höhe

 

Zypern 02.1999 Fliegen und Mieten


Fliegen und mieten

Im Februar 1999 fliegen wir nach Zypern, um dem Winter zu entfliehen – zum Entspannen und Erholen. Aber nicht ohne Motorrad. Und so fliegen wir nach Larnaka, bepackt mit unserem roten Ortlieb-Sack und den Helmen unter dem Arm. Bevor wir uns zur Anmietung der Motorräder entschließen, durchstreifen wir Limassol auf der suche nach weiteren Angeboten. So richtig gefällt uns kein Mietangebot und so dauert es etwas mit unserer Entscheidung.

Wir besuchen die berühmte Markthalle, wo lebende Tiere neben Käse und Brot angeboten werden und zwischen Apfelsinen und sonstigen Früchten wird leckerer Fischen verkauft werden. Richtig turbulent geht es hier zu – halt wie auf einem Basar. Der arabische Einfluss wird am alten Hafen und beim weiteren Stadtbummel sichtbar. Kleine Geschäfte säumen die engen Gassen, durchdrungen von Touri-Läden. Viele Händler drängen uns ihre Angebote auf. Es ist richtig schön die Stadt bei warmen Wetter zu erleben und wir schlendern durch den Markt, kaufen hier und da etwas frisches.

Die lebenden Tiere werden auf Wunsch auch direkt vor Ort getötet – das nennt man FRISCHE. Für uns Nordeuropäer mutet es schon sehr eigenartig an, wenn Hühner und Kaninchen vor den Augen der Kunden geschlachtet werden. Schließlich statten wir, entgegen dem Rat des Reiseführers ( darauf kann man sich ja nie verlassen ) dem Zoo einen Besuch ab. Es war genauso wie der Reiseführer beschrieben hat: die Tiere sind eingepfercht und vegetieren in kleinsten verdreckten Zwingern.

Am nächsten Tag bietet uns unsere Reiseleiterin Motorräder für 10 Pfund an, wir gehen sofort zum Vermieter FM und gucken uns die Mopeds an. Allerdings sollte die DR 350 nun 17 Pfund kosten. Wir handelten den Vermieter auf 14 Pfund für 4 Tage und nehmen die beiden Suzukis DR 350. Die Preise für Mietmotorräder liegen für 125er bei 8 Pfund, die 350er um die 15 bis 18 Pfund, danach folgt die 500 GSE mit 20 Pfund und damit waren wir mit unserem Verhandlungsergebnis zufrieden.
Am nächsten morgen holt uns ein Mitarbeiter der Vermietungsstation vom Hotel ab, wir übernahmen die Motorräder und düsten los.
Wir fahren durch Limassol, dann auf Nebenstraßen durch Apfelsinen- und Pampelmusen-Plantagen zum Salzsee um die Flamingos anzuschauen – leider ohne Erfolg – es war weit und breit kein Vogel zu sehen.
Weiter ging es Richtung Kolossi – eine alte Johanniter Burg, ein riesiger Koloss aus Stein kann besichtigt werden. Nach kurzer Rast folgen wir der Hauptroute Richtung Norden und erreichen das Apollo-Heiligtum, wir spazieren durch die wohl sorgsam aufgestellten Steine, die ein Tempel gewesen sein sollen. Mir sagt das Ganze nicht viel, ich freue mich auf einen frischen Salat und einen Kaffee am Ardimon Bay. Dort erwartet uns ein kleines Restaurant direkt am Meer, der Wind ist kalt und wir verstecken uns hinter der Pergola.

Nach dem üppigen Mal fahren wir zum Afrodites Rock – die Stelle an der Aphrodite aus dem Meer gestiegen sein soll, sie war aber schon wieder weg. Es gibt nicht viel zu sehen, „nur“ ein super Panorama mit dem Spiel zwischen Meer und Strand und Felsen. Nach kurzer Zeit erreichen wir Kouklia, dort tanken wir und drehen um. Auf dem Rückweg kurz vor Apollos Heiligtum bemerke ich ein Schlingern am Hinterrad – Reifenpanne- Barbara fährt voraus, um bei der Mietstation um Hilfe zu bitten. Bis 17:00 warten wir, bis der FM-Pickup endlich kommt. Zu zweit packen wir die DR auf den Laster und der Zypriote fährt halbwegs stinkig weg. Barbara und ich fahren zu zweit auf der „heilen“ DR zurück nach Limassol, völlige Dunkelheit in der Stadt, ich kenn´ mich kaum hier aus und finde schließlich entnervt unser Hotel. Völlig verkrampft und müde gehen wir etwas verspätet zum Abendessen.

Selbstverständlich ist der defekte Reifen der DR am nächsten morgen noch nicht fertig, sondern steht wie gestern Abend abgestellt in der Garage. Da Sonntag ist bietet der Vermieter als Ersatz andere Kisten an: „which bike do you want“. Wir hatten zwar klar vereinbart, das die Maschine um 9:00 Uhr fertig sein soll, aber wen interessiert das – zumindest dem Zyprioten nicht. Schließlich bleibt nur eine 125er, die einigermaßen fahrbereit war und Barbara erklärt sich bereit die Knatterbüchse zu fahren und „donnert“ hinter mir her.
Auf der 128 fahren wir durch Akrounta, Dierona und Arkapas, kleine schnuckelige Städtchen. Hügelige grüne Berghänge begleiten uns, schließlich treffen wir auf eine Ziegenherde, die unbeirrt über die Straße stolziert. Entlang der F129 nach Eptagonia haben wir eine tolle Aussicht auf das Meer. Weiter treiben wir die Motorräder über die F123 nach Melini, F113 nach Ora, dann F112 über Lageia und Vavla.
In dem alten Kloster Agios Minas machen wir Station, wir trinken etwas und gehen ohne Bedenken durch das Klostertor. Beim Eintritt wird Barbara angesprochen, si möchte bitte eine Schürze als Rockersatz anziehen. Obwohl sie ihre Lederhose trägt und Ihr Fleisch bedeckt muss sie sich so ein Lappen, die an einer Stange an der Wand hängen, anziehen, da Frauenbeine nicht zu sehen sein dürfen. ( Sehr zweifelhaft ob in einer zerbeulten Motorradhose noch irgendeine Beinform zu erkennen war )

Die alten Nonnen sitzen im Schatten und gucken uns insbesondere Barbara etwas merkwürdig an.
Weiter führt uns der Weg über dieF110 über Kato Drys nach Kato Lefkara, dort halten wir und trinken in einer kleinen Bar Kaffee und frisch gepressten Orangensaft.
Bergauf geht es dann nach Pano Lefkara – hier erwartet uns ein Dorf mit alter Handwerkskunst, den berühmten Lefkara-Stickereien. Das Dorf ist touristisch voll erschlossen und wir werden beim Spaziergang durch den Ort ständig angequatscht, ja belästigt, um in die Laden einzutreten, und etwas zu kaufen. Schon seltsam was bei den Gesprächen herauskommt: alle fahren Motorrad, waren schon mal in Hamburg und erfinden alles mögliche um ein Geschäft zu machen.

Auf der E105 fahren wir durch herrliche Landschaften zur Ausgrabungsstätte Choirokoitia, eine zyprische Siedlung 9000 v. Chr., eine kleine aber effiziente Anlage mit allen erforderlichen Wohnräumen, die wir heute kennen. Schließlich fahren wir über die F115 über Maroni, vorbei an Zygi , durch ein großes Industriegebiet schwarz und stinkig – und kommen schließlich über die B1 zum Governor´s Beach am Cape Dolos- ein kleiner Sandstrand mit Steilküste.
Auf der Rückfahrt nach Limassol besuchen wir noch das Nonnenkloster Agios Georgis, das touristisch ebenfalls voll erschlossen ist. Hier wird mit dem Kloster richtig Geld gemacht, Weihwasserverkauf in kleinen Flaschen und Fressbuden vor dem Kloster. Barbara ist froh die 125er Knatterbüchse endlich in die Ecke stellen zu dürfen und wir freuen uns auf die nächste Tagestour mit einer DR350.

Nach dem Frühstück fahren wir zügig zur FM-Station, um dort pünktlich auf der Matte zu stehen. Das Hinterrad war ausgebaut und der kleine Monteur meinte „just twenty minutes“ und er fuhr mit seinem Pickup weg, kam nach einer ¾ Stunde wieder, montierte das Hinterrad wieselflink und übergab uns die DR in Erwartung eines Trinkgeldes. Wir fuhren zur Tankstelle, danach auf die Umgehungsstraße Richtung Limassol, merkwürdig in jedem Kreisel schwimmt die Kiste, ich halte an – und entdecke – wieder ein platter Hinterreifen – sofort und etwas wütend nehme ich Barbaras DR und fahre zum FM-Mietservice. „The new tire?“ fragt der Chef, er schickt den Kleinen mit dem Pickup auf den Weg – wieder packen wir die DR auf den Wagen und folgen ihm in das Stadtinnere von Limassol. In einer kleinen Klitsche schimpft der Kleine mit dem Besitzer, der gerade einen Reifen montiert. Wild gestikulierend erklärt der Kleine ihm den Vorfall. „Just one minute“ der Kleine spendiert uns einen wirklich leckeren „zyprischen Kaffee“ und erklärt der Schlauch wäre zu klein gewesen und der Reifenhändler besorgt nun einen Neuen. Wir können nun das Leben auf Zypern kennen lernen, alle haben irgendwie Zeit, sind aber gleichzeitig hektisch.
Nach über einer Stunde Pause kommt der Reifenhändler zurück, der Monteur der Vermietstation montiert Schlauch und Mantel nun selber und ruckzuck ist die DR fertig. „Good luck“ meinte der Kleine noch.
Wir fuhren durch den Smog der Stadt raus in die Natur, über die B8 Richtung Laneia, dort steht eine Eiche mit 6 m Durchmesser – sie sah einwenig alt aus. Das Dorf mit den kleinen Häusern ist malerisch schön gelegen und wird auch als „painting home“ bezeichnet.

Schöne lange Kurven führen uns in das Trodos-Gebirge, es ist kalt ca. 10 °C , am Wegrand liegt Schnee. Auf Beschreibung eines Taxifahrers fahren wir um zu tanken durch den Ort Trodos über einen Pass in Richtung Kyperounta, kehren aber nach Pano Patres zurück, weil keine Tanke zu sehen war. Auf dem Hang des Olympos (1951 m hoch) liegt noch Schnee, der Skilift ist in Betrieb und einige Skifahrer bewegen sich am Hang.
Ganz oben auf dem Olympos stehen riesige Antennenanlagen und Aussichtstürme, welche die Türkei in Schacht halten soll. Bei klarer Sicht sehen wir die weißen Bergspitzen der Türkei.

Auf der E912 fahren wir an Prodomus vorbei zum Kykoskloster. Hier sollen die schönsten Mosaiken Zyperns zu sehen sein. Schöne enge, knappe Kurven, die zum Pendeln einladen führen uns zum Kloster, dass wir gegen 16:00 Uhr erreichen. Leider können wir das Innere des Klosters nicht mehr besichtigen, da die Besuchzeit abgelaufen war. Wir besuchen stattdessen den Innenhof des Klosters und entdecken zumindest ein paar der wunderschönen Mosaiken und Malereien. Danach gehen wir in die Cafeteria nebenan und trinken eine schönen heissen Kaffee, auch hier ist nichts mehr los – ein paar Souvenirläden hoffen auf unser Geld.
Es ist schon spät und wir fahren auf gleichem Weg wieder zurück nach Limassol, wo unser Barkeeper uns mit einem Brandy-Sour empfängt und uns von seinem Motorrad erzählen will – ist ´ne Harley.

Um 6:00 Uhr stehen wir auf und sind nach dem Frühstück um 8:00 Uhr schon auf der Autobahn vorbei an Limassol, bis Episkopi, dort tanken wir und fahren über die B6 weiter bis zur Kreuzung der B6 / A6 direkt hinter dem „Happy Valley“ . Die Autobahn endet hinter Pissouri, und wir treffen wieder auf den Afrodites Rock und fahren weiter nach Pafos – es herrscht viel Verkehr, Lkws drängen. Wir durchqueren Pafos und Chlorakas über die E701 und erreichen Coral Bay – dort trinken wir einen Kaffee, obwohl die Touri-Läden abschreckend wirken. Die Besichtigung von Pafos haben wir uns für später aufgehoben.
Nach der Pause geht es weiter Richtung Pegeia biegen auf die F706 Richtung Cape Drepano, treffen dort auf eine Stichstraße als Schotterpiste, die uns zum kleinen Hafen mit dem Agios Georgios führt. Es war richtig windig und kalt. Wir fahren wieder an eine Stelle zurück, wo ein Schild auf Avgas Gape hinweist. Dem folgen wir und überfahren eine kaputte Straße, später Schotter, die uns zum endlosen Strand führt. Dem Strand entlang folgen wir dem Schotterweg und treffen auf das Schild „Gorges“ – dem folgen wir – die Schotterpiste geht auf und ab, schließlich landen wir an einen Parkplatz – vor uns ist die lange Schlucht – die Avgas-Schlucht. Barbara mag nicht weiterfahren – ich fahre weiter und durchquere kleine Gräben, einige Felsen und komme an dem Parkplatz, wo die Jeeps auf Touris warten. Entgegenkommende Leute grüßen freundliche, einige wirken eher grimmig, schließlich bleibe ich in einem Graben stecken und kehre auch um, weil es immer enger und sumpfiger wird. Als ich zum Parkplatz zurückkehrte lag Barbara im Gras und war ausgeruht, ich war fix und fertig.

Über den Schotter ging es zurück zur E703 nach Pegeia, biegen auf die F709 nach Kathikas, auf die F711 nach Polemi und schließlich über die F703 nach Kannaviou, ein kleines Dorf mit kleinen Tavernen. Wir entscheiden uns für die sonnige Seite und sehen uns in guter Gesellschaft. Barbara holte die Karte heraus und wir suchten den Weg, kurz darauf kam eine alte Frau und half uns. Zwei alte Männer saßen auf Kunststoffstühlen an der weißen Wand und schauten uns zu. Die Bedienung eine alte Frau in schwarz bot uns Essen an, wir bestellten jedoch nur Salat, Wasser und Kaffee. Dennoch brachte sie Brot, Rotwein und nach dem Essen Walnüsse und Apfelsinen. Schließlich bezahlten wir pro Person 16 Pfund – das war schon viel Geld.
Beim Weggehen sprach ich den alten Mann vor dem Haus an, ob ich ihn fotografieren dürfe, gleich stand er auf und präsentierte sich – „Raka“ zeigte er stolz seine Beinkleider.
Weiter fuhren wir auf der F749 nach Asprogia und fanden eine Tankstelle, die den Sprit aus Kanistern ausschenkte, gegenüber fand eine Trauerfeier statt. Da der Tankvorgang einige Zeit dauerte, konnten wir den Trauerriten zuschauen, bis die Versammlung das Haus verlies.
Es wurde warm und wir durchquerten eine schöne Gegend mit Haine mit Olivenbäumen und fahren durch Pano Panagia gelangen schließlich auf kleine Straßen nach Chrysorrogiatissa Monastry und durchqueren ein Geisterdorf – ein absolut leerer Ort, nur Schafe hielten sich auf und blökten uns an.

Irgendwann fahren wir auf der F625 und fahren Richtung Pentalia- grüne Weiden zwischen massivem Fels, biegen auf die F622, eine kleine schmale Straße schlängelt sich durch Felsen bis Nata, treffen auf die Orte Anarita- Timi, dort biegen wir auf die B6 und fahren vorbei am Afrodites Rock ohne Schaden an den Motorrädern nach Limassol zurück.
Kurz vor 18:00 treffen wir noch auf den Monteur und konnten die Mopeds abgeben, als wäre nichts gewesen gibt er uns die 20 Pfund Sicherheitsbehalt zurück und bedankt sich für die Rückgabe.
Schöne Tage haben wir auf Zypern verbracht und wir haben viel erlebt, die Panne zwischendurch haben wir als Erlebnis angesehen und dienen uns heute als Erkenntnis über die Einwohner.

 

mit dem Kurztrip haben wir auch eine 2-tägige Kreuzfahrt gebucht. Wir gehen am Abend an Bord des Schiffes und werden nach Israel transportiert. Mit insgesamt 14 Bussen fahren wir nach Jerusalem und besuchen alle Highlights.

danach geht es wieder an Bord und wir setzen nach Ägypten über. Auch hier sind es wieder 14 Busse, die uns nach Kairo bringen. Das ägyptische Museum und die Pyramiden sind zu bestaunen. Am Abend geht es wieder an Bord und wir werden zurück nach Zypern gebracht.

Danach genießen wir noch den Pool und besuchen die Stadt.

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